Handball
Trainer Mirko Pesic zum Abstiegskampf der TS Rodalben
Herr Pesic, Sie sind um Ihren Job in Rodalben nicht zu beneiden. Macht es überhaupt noch Spaß, mit solch einem dünnen Kader zu trainieren und zu spielen?
Spaß macht es auf jeden Fall, weil alle sehr engagiert sind. Doch muss man bei den Spielen schon leiden. Die Verletzungsmisere und dazu noch eine wegen Absagen in die Länge gezogene Liga – das sind schon erschwerende Faktoren. Dazu bin ich sehr selbstkritisch. Oft suche ich Fehler bei mir.
In den vergangenen drei Spielen gegen absolute Spitzenmannschaften war eine erhebliche Leistungssteigerung sichtbar. Kann man in den beiden anstehenden Heimspielen in dieser Woche Siege erwarten?
Wir hoffen, erwarten kann man nur schwer.
Zwei Spiele in drei Tagen - kann Ihr dünner Kader das überhaupt verkraften?
Realistisch gesehen ist das bei den angeschlagenen Spielern schon schwer. Jammern und weinen will ich aber nicht. Man kann schon was rauskitzeln.
Ziehen nach dem tollen Wiedereinstieg von David Saradeth weitere Spieler nach?
Hendrik Matheis wäre ein Kandidat, doch er traut sich noch nicht, da er noch nicht 100-prozentig fit ist. Er würde uns schon weiterbringen. Im Training hat er mich positiv überrascht. Eventuell spielt Sven Köllermeyer erstmals nach seiner Krankheit wieder.
Außer gegen Friesenheim/Hochdorf III und die HSG TSG/1. FC Kaiserslautern spielt die TSR noch gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte. Es stehen nur vier Heimspiele, aber sechs Auswärtsspiele an. Wie sehen Sie die Chancen, den Abstieg zu verhindern?
Wir kämpfen mit allem, was wir haben. Mit positiver Einstellung ist noch alles möglich. Mein großes Ziel ist der Ligaerhalt.