Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Trainer Ludy zu den Aufstiegschancen des SV Hermersberg

Könnte wieder auf dem Feld mitmischen: Hermersbergs Spielertrainer Christopher Ludy, der die Erfahrung von 189 Regionalliga- und
Könnte wieder auf dem Feld mitmischen: Hermersbergs Spielertrainer Christopher Ludy, der die Erfahrung von 189 Regionalliga- und Oberligaeinsätzen hat.

Der SV Hermersberg hat keines seiner acht Spiele in der Fußball-Landesliga nach der Winterpause verloren. Peter Seibel sprach mit SVH-Spielertrainer Christopher Ludy.

Herr Ludy, Ihr Team hat 2026 in acht Spielen fünfmal gewonnen und dreimal unentschieden gespielt, damit 18 Punkte geholt. Sind Sie zufrieden mit dieser Ausbeute?
Prinzipiell bin ich damit zufrieden. Wir hatten zuletzt auch das nötige Spielglück. Natürlich will man immer das Maximum erreichen, aber mit 18 von 24 möglichen Zählern kann ich leben. Wir haben zwar die wenigsten Niederlagen kassiert, aber über die gesamte Saison auch neunmal unentschieden gespielt. Wenn zwei der Unentschieden Siege gewesen wären, sähe es noch besser aus.

Sie selbst konnten in den acht Spielen nur einmal von Beginn an mitwirken. Waren Sie verletzt?
Tatsächlich nicht. Aber nach dem Hauenstein-Spiel war ich trotz kompletter Vorbereitung richtig platt. Zwei Tage später hatte ich dann die Grippe und musste auch Antibiotika einnehmen. Dadurch war ich zwei Wochen komplett raus. Danach habe ich aus familiären Gründen ein paar Mal im Training gefehlt. Jetzt bin ich fit und habe zuletzt auch 80 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt. Ich will mich jetzt nicht ins Team drängen und zum Beispiel Lukas Bißbort rausnehmen, bei dem es gut läuft. Natürlich will ich spielen und helfen. Aber das Team geht vor.

Als einziges Spitzenteam hat Hermersberg es geschafft, in Rodenbach zu gewinnen. Ihre Mannschaft ist auf den Punkt in Topform…
Ja, das kann man so sehen. Aber wenn wir in Rodenbach 3:1 verloren hätten, könnten wir uns auch nicht beschweren. Auch beim 1:1 zu Hause gegen Bedesbach wäre eine Niederlage möglich gewesen. Zuletzt haben wir zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge getan. Aber ich lasse mich von den Ergebnissen nicht täuschen. Wir haben zwar aus den letzten Partien sieben Punkte geholt, aber spielerisch war es davor besser.

Tabellenführer VfR Baumholder, bei dem Hermersberg noch antreten muss, hat zwei Punkte mehr und ein Spiel weniger. Der SC Hauenstein durchläuft aktuell eine sehr schwierige Phase. Wird es für Hermersberg Platz zwei oder gar mehr?
Wir haben das schwierigste Restprogramm und ein, beziehungsweise zwei Spiele mehr ausgetragen als die Konkurrenz. Demzufolge sind wir auf Schützenhilfe angewiesen. Wenn wir auf Platz zwei wollen, müssen wir jetzt erst einmal in dem schweren Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenfünften Kirchheimbolanden drei Punkte holen und zwei Wochen später eigentlich auch in Baumholder gewinnen. In den vergangenen drei Jahren (da war Ludy Spielertrainer des FKP II in der Verbandsliga) habe ich mich zu diesem Zeitpunkt der Saison mit anderen Problemen herumgeschlagen. So gesehen, ist das jetzt sehr angenehm. Von Platz eins bis vier ist alles möglich.

Schauen Sie bereits auf die Landesliga Ost, wer dort der Gegner im Aufstiegsspiel der Vizemeister sein könnte?
Natürlich kenne ich die dortige Tabellensituation – zumal ich mit den betreffenden Teams wegen zukünftiger Testspiele in Kontakt stehe. Aber grundsätzlich mache ich mir darüber noch keine Gedanken. Ich bin keinesfalls pessimistisch, aber durchaus etwas zurückhaltend.

ZUR PERSON

Christopher Ludy ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau und den gemeinsamen beiden Töchtern in seinem Heimatort Leimen. In der B-Jugend wechselte der heute 33-jährige Angreifer, der bei der Firma Hager in Blieskastel im Bereich Controlling arbeitet, vom FK Pirmasens ins Nachwuchs-Internat des SC Freiburg, für den er in der U17- und U19-Bundesliga auf Torejagd ging. Mit dem Sportclub gewann er den A-Junioren-DFB-Pokal. 2012 kehrte Ludy zum FKP zurück. Dort spielte Ludy 13 Jahre lang in der ersten und zweiten Mannschaft, deren Spielertrainer er zuletzt drei Jahre lang war. Insgesamt kommt er auf 45 Einsätze in der Regionalliga, 144 in der Oberliga und 138 in der Verbandsliga. Vor dieser Runde wechselte Ludy als Spielertrainer zum SV Hermersberg.

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

  • Landesliga: SC Hauenstein - TuS Hackenheim (Donnerstag, 19.30 Uhr), SV Hinterweidenthal - SV Winterbach (Anstoß: Samstag, 16.30 Uhr), SC Hauenstein - SF Bundenthal, SG Meisenheim/Desloch/Lauschied - SG Rieschweiler (beide Sonntag, 15 Uhr), SV Hermersberg - SV Kirchheimbolanden (Sonntag, 15.30 Uhr)
  • Bezirksliga: SG Eppenbrunn - TSG Kaiserslautern (Sonntag, 15 Uhr), FC Rodalben - TSG Wolfstein-Roßbach (Sonntag, 15.15 Uhr). sep
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