Handball
Torhüter Glöckner überragt bei knappem Sieg der TS Rodalben
„Ich bin überglücklich über die zwei Punkte. Zwar fehlte es an Klasse, aber es war ein ultrageiles Kampfspiel. Das hat mich viele Nerven gekostet, da ich nicht aktiv eingreifen konnte“, resümierte der aufgewühlte TSR-Trainer Jonas Baumgart.
Zu Beginn setzte seine Mannschaft mit einer aggressiven Abwehr die Akzente und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Was dennoch durchging, entschärfte Glöckner mit tollen Paraden. Abgewehrte Bälle wurden mit schnellen Gegenangriffen zu Torerfolgen veredelt. Mit einer starken Einzelleistung aus dem Rückraum erzielte Max Hubele in der 18. Minute das 8:4.
11:10 zur Halbzeit
Danach häuften sich allerdings im Angriff der Hausherren die Fehler. Die HSG glich nach sechsminütiger TSR-Torflaute zum 8:8 aus. Nach dem 9:8 durch den effektiven Lukas Haury verhinderte Glöckner in doppelter Unterzahl mit weiteren Paraden den Rückstand. Nach einer schöner Einzelleistung am Kreis gelang David Saradeth die 11:10-Halbzeitführung.
Zu Beginn der zweiten Hälfte ging die TSR durch ein Tor von Sven Köllermeyer mit 15:12 (37.) in Führung. Danach nutzte die HSG drei Zeitstrafen in drei Minuten zum 16:16-Ausgleich. Dann entwickelte sich ein enges Kampfspiel, keiner der beiden Kontrahenten konnte sich absetzen. Immer wieder im Mittelpunkt Glöckner mit seinen großartigen Reflexen. 140 Sekunden vor Schluss warf Lucas Haury mit seinem siebten Tor das 27:26. Es folgte eine heiße Schlussphase, in der Glöckner in den letzten 44 Sekunden drei Bälle der Landauer mit klasse Paraden entschärfte und den Sieg seines Teams festhielt.
„Torwart macht den Unterschied“
„Der Torwart machte den Unterschied und hat uns das Genick gebrochen. Für uns war es ein unglückliches Ende. Für uns gilt es nun, Mund abputzen und weitermachen“, äußerte sich der sichtlich mitgenommene HSG-Spielertrainer Florian Gerstle.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Glöckner - Max Hubele (1), Matheis (2) Goll (5/3) - Haury (7), Köllermeyer (5) - Saradeth (4); Buchheit (2), Timm Hubele, Schäfer (1), Kästel, Löwe
Spielfilm: 4:1 (8.), 8:4 (18.), 9:8 (24.), 11:10 (Halbzeit), 16:16 (39.), 21:20 (47.), 24:24 (54.), 27:26 (Ende) - Zeitstrafen: 8/0 - Rote Karte: Timm Hubele (21., grobes Foul), Max Hubele (52., 3. Zeitstrafe) - Wörner (30., grobes Foul) - Siebenmeter: 3/3 - 5/2 - Beste Spieler: Glöckner, Haury, Köllermeyer - Lukas Gerstle, Lukas Gerstle, Schnabel - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Matheis/ Pfister (HSG Eppstein/Maxdorf/Wörth).
STIMMEN ZUM SPIEL
Pascal Glöckner, überragender TSR-Torwart: In der ersten Halbzeit machten wir es uns zu schwer. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf des Messers Schneide.
Lucas Haury, bester TSR-Werfer: Unglückliche Schiri-Entscheidungen verhinderten oft eine klarere Führung.
Peter Spitzer, 1. Kreisbeigeordneter und früher TSR-Trainer: Schön, dass wieder gespielt wird. Kein hochklassiges, aber körperlich großartiges Spiel.
Moritz Baumgart, bis 2019 TSR-Spielertrainer: Kämpferisch eine saustarke Leistung. Viele Strafzeiten mussten verkraftet werden. Auch für die Zuschauer ein intensives Spiel.