Pirmasens Tore, Träume, Temperamente:

Placeholder-Image

Das soll dem FC Fischbach erst mal einer nachmachen: Dessen zweite Mannschaft gewann am Sonntag in der Fußball-C-Klasse Ost mit gleich fünf Torleuten im 15-köpfigen Aufgebot beim Tabellenzweiten SV Trulben mit 5:2! Weil bei der Reserve des A-Klässlers Personalknappheit herrschte, hatte sich Georg Bauer, tags zuvor noch im Kasten von Fischbachs erster Garnitur bei deren 3:0-Erfolg in Herschberg, bereiterklärt, im Feld mitzumachen. Auch Patrick Arenth, der sich mit Bauer im Tor der A-Klasse-Mannschaft abwechselt, sagte ja, als er gefragt wurde, ob er am Sonntag in der C-Klasse im Feld mitmachen würde. Bauer spielte Rechtsaußen und sein Torwartkollege Arenth gab den Mittelstürmer. Jürgen Becker, der 49-jährige Ex-Vorsitzende und Torwart, erklärte sich ebenfalls bereit mitzuspielen und stand im Trualbtal ausnahmsweise wieder mal im Kasten. David Leidner, der Spielertrainer der zweiten Mannschaft, war verletzt, ließ sich allerdings in die Pflicht nehmen, als Ersatztorwart zur Verfügung zu stehen, falls Becker irgendwas passieren sollte. Und dann stand für alle Fälle auch noch Torwart Manuel Wächter auf dem Spielberichtsbogen. „Wir hatten überhaupt nicht daran gedacht, dass wir in Trulben etwas ernten könnten“, befand Zweitmannschaftsspielleiter Jens Arenth. Doch wider Erwarten führte Fischbach beim Aufstiegskandidaten schnell mit 2:0. Als Trulben auf 1:2 herangekommen war und das Spiel zu kippen drohte, schlug die Stunde der Keeper. Als Bauer nur elfmeterreif gestoppt werden konnte, war es Arenth, der den von Christopher Burkhard ausgeführten Strafstoß im Nachschuss zum 3:1 für Fischbach II versenkte. In der C-Klasse West wurde das Match zwischen dem FC Hengsberg II und dem VfL Wallhalben II in der 70. Minute abgebrochen, weil sich der Torwart der Hengsberger verletzt hatte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die beiden Teams und der Schiedsrichter verständigten sich auf ein vorzeitiges Ende. Was war passiert? Wallhalben II führte mit 2:1 und hatte eine Chance zum dritten Tor. Hengsbergs Keeper, der Syrer Hadi Al-Schalabi, wehrte den Ball ab, ließ diesen jedoch nach vorne abprallen. Genau so wie sein syrischer Gegenspieler Mahmoud Kalash versuchte er den Ball nun zu kontrollieren, was ihm auch gelang. Dabei prallte er mit Kalash zusammen. Der Wallhalber Stürmer traf Al-Schalabi mit dem Knie an der Schläfe und knockte seinen Landsmann regelrecht aus. Hengsbergs Spielleiter Steffen Christian: „Al-Schalabi war kurz bewusstlos.“ Als er wieder ansprechbar war, habe es sich als hilfreich erwiesen, dass der sichtlich mitgenommene Kalash die Worte seines Landsmannes übersetzen konnte. Der herbeigerufene Krankenwagen brachte den sehr benommenen Syrer ins Krankenhaus, wo er eine Nacht verblieb. Mittlerweile gehe es ihm wieder gut, gab Christian Entwarnung.

x