Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Hermersberg II - SG Weselberg/Linden ein Zuschauermagnet auf der Sickinger Höhe

Lars Sommer, Spielertrainer von SV Hermersberg II.
Lars Sommer, Spielertrainer von SV Hermersberg II.

Sie gehören zu den Allerbesten in der Fußball-B-Klasse West, haben ihre ersten drei Spiele in der noch jungen Saison allesamt gewonnen, dabei nur ein Gegentor kassiert. Und wenn sie dann auch noch zur Kerwe gegeneinander antreten, dann ist das ein richtiges Derby: SV Hermersberg gegen SC Weselberg.

Ihre Vereinsfarben strahlen in Gelb und Schwarz. Ihre Fußballplätze liegen auf der Sickingerhöhe nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Auch wenn am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) für die Hermersberger „nur“ die zweite Mannschaft gegen die inzwischen eine Spielgemeinschaft mit dem FV Linden bildenden Weselberger aufläuft, so steigt dennoch in den beiden Gemeinden das Fußballfieber deutlich an.

Training gleichzeitig, aber nicht gemeinsam

„Ich habe vor einigen Jahren noch für Hermersberg gegen Weselbergs Erste gespielt. Da waren etwa 70 Prozent der heutigen Weselberger Mannschaft schon dabei“, sagt Lars Sommer, der Spielertrainer von Hermersberg II. Der 26-Jährige war früher unter Jens Mayer, dem Trainer der ersten Mannschaft, am Ball gewesen. Und es war Mayer, der Sommer unterstützte, als es galt, einen Coach für die Reserve zu finden. „Deshalb verstehen wir uns auch ausgezeichnet“, erzählt Sommer.

Die beiden SVH-Teams trainieren in der Regel gleichzeitig, aber nicht gemeinsam. „Dazu ist der Unterschied zwischen B-Klasse und Verbandsliga dann doch zu groß“, weiß Sommer. Allenfalls leiht sich Mayer zu Übungszwecken mal den ein oder anderen Spieler aus der Reserve aus. Weil in dieser Saison der Kader der Verbandsliga-Mannschaft breit aufgestellt ist, wird es wohl selten der Fall sein, dass Sommer einen seiner besten Akteure nach oben abgeben muss. Umgekehrt werde sich indes auch nicht viel bewegen.

„Ein Punkt wäre bereits ein Erfolg“

Vorige Saison gewann Hermersberg II 23 von 30 Begegnungen, spielte fünfmal unentschieden und verlor nur zwei Spiele. Dennoch reichte es schlussendlich mit satten 74 Punkten „nur“ zu Platz drei hinter Althornbach und Großsteinhausen. Und in dieser Runde wird es für die Hermersberger, mit einem Tick mehr an Qualität, wieder sehr schwer werden, den Titel einzuheimsen oder als Vizemeister aufzusteigen. Das Saisonziel definiert Sommer dennoch klar. Es gelte, „den Klassenunterschied zwischen unserer Verbandsliga-Mannschaft und der zweiten Mannschaft zu reduzieren“.

„Weselberg wird sich mit seiner Mannschaft auf lange Sicht gesehen wohl durchsetzen, ist eigentlich haushoher Favorit. Aber dahinter wird es wieder sehr eng werden“, mutmaßt Sommer. Ixheim und Rimschweiler/VB Zweibrücken seien Kandidaten für einen Platz ganz vorne. Da käme für den SVH ein Erfolg im Kerwespiel am Sonntag natürlich zupass. „Auch wenn wir nur einen Punkt holen, wäre das bereits ein Erfolg“, findet Sommer.

Torwartproblem vorerst gelöst

Wurden in der vorigen Saison just jene zwei Spiele verloren, in denen ein gelernter Keeper fehlte, so scheint nun mit dem ehemaligen Landesliga-Torwart Sven Deppert eine formidable Dauerlösung gefunden zu sein. Sommer: „Sven ist ein Freund von mir. Ich konnte ihn dazu bewegen, bei uns mitzumachen. Damit ist eine große Baustelle aus der vergangenen Runde passé.“ Zudem kehre Max Strütt, der ein Dreivierteljahr verletzt war, in die Mannschaft zurück. Ein weiteres Plus: „Viele junge Spieler konnten in der vorigen Saison jede Menge Erfahrungen sammeln, die ihnen jetzt zu Gute kommen.“

Zu dem „Highlight-Spiel“ am Sonntag erwartet Sommer „einige Hundert Zuschauer“. Es herrsche „keine ungesunde“ Rivalität zwischen den Vereinen, dennoch sei „das Verhältnis etwas abgekühlt“.

Übrigens: Sommer outet sich als „Fan von Jascha Conzelmann“, dem herausragenden Spieler der SG Weselberg/Linden. „Das ist eine Hausnummer. Wenn der nicht so oft verletzt gewesen wäre ...“, lässt Sommer den Satz offen enden.

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