Pirmasens Starker Auftritt von nur wenig schwachen Momenten getrübt

Wird nächsten Sonntag in Koblenz der Linksverteidiger des FKP sein: Christian Schubert. Im Hintergrund rechts in Rot: Riccardo D
Wird nächsten Sonntag in Koblenz der Linksverteidiger des FKP sein: Christian Schubert. Im Hintergrund rechts in Rot: Riccardo Di Piazza, einer von drei Ex-Spielern des SC Hauenstein in Spielbergs Kader.

«PIRMASENS». Jetzt gilt’s noch die kurzen Schläfchen wegzupusten – und dann kann ja eigentlich kaum mehr etwas schiefgehen, wenn die Oberliga-Fußballer des FK Pirmasens am kommenden Sonntag in Koblenz in die Restrunde starten. Ihre vorzügliche Frühform hat die Truppe von Trainer Peter Tretter am Samstag gegen den SV Spielberg untermauert. Beim 4:1 (3:1)-Erfolg der Hausherren sah der abstiegsgefährdete Baden-Oberligist nicht viel Land.

Am trüben Samstagnachmittag auf dem Husterhöh-Kunstrasen: Die Gäste stochern bei wenig anheimelnden Temperaturen mal wieder im nicht vorhandenen Nebel. Die Hausherren hingegen spielen Fußball. Yannick Osee, gerade erst für Dennis Krob gekommen, macht richtig Dampf. Der kurzfristig doch zur Verfügung stehende, weil erst später bei der Waldfischbacher Straßenfasnacht als DJ Padde aktive Patrick Freyer nimmt die Kugel nicht an, sondern schiebt rasch weiter, schickt Osee in die Gasse. Der wiederum steuert mit Vollgas Richtung Tor zu, schließt aber nicht ab, sondern passt ebenso uneigennützig wie exakt in die Mitte. David Becker ist mitgelaufen und darf den leichtesten Teil der Übung übernehmen. Der Mittelfeldmann locht ein – 4:1. Ergebnistechnisch ist das schon der Schlusspunkt. Dass Osee kurz darauf einen liegenlässt, noch ein, zwei weitere Gelegenheiten bei etwas mehr Konzentration zu Zählbarem hätten führen können – was soll’s? Wichtiger ist, nächsten Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) bei Rot-Weiß Koblenz die letzte Konsequenz zu zeigen. Am 9. Dezember war „die Klub“ bereits Richtung Deutsches Eck gestartet, hatte aber bei Schneegeriesel nahe Lautern flugs wieder umgedreht. Damals saß Christian Schubert mit im Bus. Und war heiß auf die zu erwartende Partie in lausiger Kälte, bei der er – wie er zur Abfahrt schon wusste – zum Anpfiff auflaufen sollte. Wenn nun der FKP die ausgefallene Begegnung nachholt, darf Schubert aufs Neue fest damit rechnen, zur Startformation zu zählen. Tretter: „So weit lehne ich mich jetzt schon mal aus dem Fenster: Er wird spielen.“ Schubert hat sich’s zweifellos verdient. „Ich würd’ ihn als Gewinner der Vorbereitung bezeichnen. Er ist bei der U 23 auch menschlich gereift“, lobte der Coach die Art und Weise, wie der Defensiv-Spezialist nicht erst seit dem Trainingsstart vor gut fünf Wochen Flagge zeigt. „Das freut mich natürlich“, sagte Schubert. Dass er Sascha Hammanns Platz auf links einnimmt, ist für den Rechtsfuß kein Problem: „Hab’ ich auch bei der A-Junioren-Meisterrunde immer gespielt.“ Schuberts Vorstellung ließ keine Wünsche offen, so sieht Werbung in eigener Sache aus – gekrönt von einem Erfolgserlebnis: Langer Flankenball Freyer, Salif Cissé kommt zum Abschluss, der Ball klatscht an den Pfosten. „Ich steh’ am Fünfmeterraum und brauch’ ja nur einzuschieben“,schildert Schubert sein Tor, das dem FKP die Führung brachte (42.). Der SVS war in Minute 20 in Front gegangen. „Standard, nicht gut verteidigt in einer der Schwächephasen“, legte Tretter später den Finger in die Wunde. Was ihn gewurmt hat, waren diese Durchhänger-Momente. Die gilt’s abzustellen, stattdessen so zu agieren wie bei Wormatia Worms: „Da haben wir wirklich mal über die gesamte Distanz die Ordnung gehalten“, wünscht sich Tretter mehr solcher Vorstellungen wie beim 2:0-Erfolg über den Regionalligisten. Jan-Luca Rebmann hat am Samstag ausgeglichen (21.), Krob das 3:1 (45.) markiert – da war früh fast alles klar gegen die Spielberger, in deren Reihen die Ex-Hauensteiner Max Knorn, Alexander Zimmermann und Riccardo Di Piazza standen. Wie Christopher Ludy (Bindehautentzündung) musste Felix Bürger (Augen-OP) zuschauen, doch auch Bürger zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung und dürfte in Koblenz erste Wahl sein. Eine Option ist Christian Grimm. „Keine Beschwerden mehr“, freute sich Grimm nach engagiertem 35-Minuten-Auftritt. So spielten sie FK Pirmasens: Kläs - Grünnagel, Steil, Grieß, Schubert - Cissé, Brenner, Becker - Freyer (60. Eichhorn), Rebmann (62. Grimm) - Krob (55. Osee) SV Spielberg: Dressler - Frank (46. Feger), Benz, Stefan Müller, Robin Müller (58. Leimenstoll) - Schoch (66. Charrier) - Kappler (60. Zimmermann), Weimer, Marton (60. Di Piazza), Knorn (58. Riedel) - Hasel (46. Daum) Tore: 0:1 Marton (20.), 1:1 Rebmann (21.), 2:1 Schubert (42.), 3:1 Krob (45.), 4:1 Becker (57.) - Gelbe Karte: Schubert - Beste Spieler: Schubert, Brenner - Benz - Zuschauer: 91 - Schiedsrichter: Vollmar (Zweibrücken).

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