Beach-Wrestling RHEINPFALZ Plus Artikel Sonne, Sand und Stimmung in Pirmasens: Wie intensiv drei Minuten im Ring sein können

Beach-Wrestling: Marc Stegner vom 1. Judoclub Zweibrücken bezwingt hier Boboye Okeya (rotes Band) vom Kockout Kaiserslautern.
Beach-Wrestling: Marc Stegner vom 1. Judoclub Zweibrücken bezwingt hier Boboye Okeya (rotes Band) vom Kockout Kaiserslautern.

Nicht nur Ringen auf Sand bot das Beach-Event des Athletenvereins 23 Pirmasens. Die 31 Teilnehmer hatten auch viel Spaß an einem dreiteiligen Teamwettbewerb.

Frühherbst, Sonne, Sand und ausgelassene Stimmung: Die Rede ist hier nicht von der Urlaubsinsel Mallorca, sondern vom Sportpark Husterhöhe in Pirmasens. „Glücklicherweise hat das Wetter mitgespielt, obwohl es heute Morgen gar nicht danach aussah“, stellt Mitorganisator Alex Ufelmann vom Ringerverein AV 23 Pirmasens im weichen Sand fest. Er ist wörtlich genommen umringt von 31 Ringern, die ab 11 Uhr zum Beach-Wrestling in den Gewichtsklassen bis 60, 70, 90 und über 90 Kilo antreten. Frauen sind nicht am Start.

Ringrichter Mathias Schöfer aus Obersimten – er hat auch schon die Premiere im Vorjahr geleitet – wertet kritisch, ob es für eine Aktion Punkte gibt oder nicht. Am Start sind nicht nur Ringer, sondern auch viele Judokas des 1. Judoclub Zweibrücken und Kämpfer vom Knockout-Gym in Kaiserslautern.

Zweibrücker Bruderkampf geht an älteren Robin

Gerungen wird eine Runde von drei Minuten. Ziel ist es, den Gegner auf den Boden zu bringen oder außerhalb der Kampffläche zu schieben. Dafür erhält ein Ringer Wertungspunkte. Interessant ist ein Bruderkampf. Die beiden Zweitliga-Judoka des 1. Judoclubs Zweibrücken, Marc und Robin Stegner, stehen sich als Gegner in der Klasse bis 90 Kilo gegenüber. Am Ende siegt Robin knapp. „Es hätte auch anders ausgehen können“, lobt der Sieger die Leistung seines jüngeren Bruders. Die beiden Zweibrücker haben sichtlich Spaß an der etwas anderen Kampfsportart und kommen auf die Unterschiede zu sprechen. „Wir tragen im Judo-Anzüge, an denen wir ziehen, um Würfe anzusetzen, hier hast du nur den Gegner“, sagt Robin Stegner, der im vergangenen Jahr bei der Erstauflage in der Klasse bis 80 Kilo Zweiter geworden war. Dieses Jahr gewinnt Robin zwar gegen Marc, aber am Ende holt Marc Silber. Gegen den Kaiserslauterer MMA-Kämpfer Boboye Okeya siegt er souverän.

Ringer Leonid Zorba vom RSC Pirmasens-Fehrbach kann nicht nur auf der Matte, sondern auch auf Sand gewinnen. In der Gewichtsklasse bis 70 Kilo wird er Erster.

Lemberger Marvin Hübner hat diesmal dazugelernt

Noah Krasniqi vom RSC kämpfte im Husterhöh-Sand gegen seinen Freund Simon Becker. Während Noah seit Kindesbeinen ringt, gehört Simon keinem Verein an. Am Ende siegt der geübtere Krasniqi mit 5:3, stellt aber fest: „Simon hat das umgesetzt, was ich ihm beigebracht habe. Und das hat auch Punkte gegeben.“ Auch im zweiten Kampf bleibt der 16-jährige Krasniqi siegreich und gewinnt die Gewichtsklasse bis 60 Kilo. Der Lemberger Marvin Hübner boxt beim Boxclub Pirmasens und ringt beim AC Thaleischweiler. Dass er auf Sand beide Kämpfe verliert, kommentiert er so: „Entweder ich gewinne oder ich lerne dazu. Ich habe dazugelernt.“ Der Wanderpokal geht am Ende zum zweiten Mal ans Knockout-Gym.

Ein Teil des Team-Events: Alex Ufelmann (in Rot) zeigt, wie das Balancespiel funktioniert – hier mit Marco Schulz.
Ein Teil des Team-Events: Alex Ufelmann (in Rot) zeigt, wie das Balancespiel funktioniert – hier mit Marco Schulz.

Mehr Spaß, aber nicht weniger Ehrgeiz fordert das Teamevent. Drei Disziplinen müssen von den fünf Teams absolviert werden: Tauziehen, eine „Balance Battle“ und Völkerball. Ein Team nennt sich „Hubba Bubba“. Dem gehören die drei Ufelmann-Geschwister Alex, Daniel und Daria sowie Niklas Walter und Marco Schulz an. Witzig ist vor allem das Balance-Spiel, das an Gladiatorenkämpfe erinnert. Dabei stehen sich die Kontrahenten auf einem Balken gegenüber und versuchen, mit einer Stange, an deren Ende eine Art Keule angebracht ist, den Gegner von der Balken zu stoßen.

„Die hab’ ich gestern Abend noch zusammengebastelt“, erzählt Alex Ufelmann nicht ohne Stolz und demonstriert mit Marco Schulz den Teilnehmern die Regeln. Nach wenigen Sekunden ist eines der beiden Sportgeräte gebrochen. Nach einigem Gelächter sind sich die fünf Teams einig, mit den beiden abgebrochenen Enden zu kämpfen. Gesagt, getan. Am Ende siegt beim Team-Event Gastgeber „Hubba Bubba“ vor zwei Teams des Boxclubs Pirmasens.

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