Pirmasens „Sehr unangenehm und sehr sympathisch“

«Hinterweidenthal/Weselberg.» Statt mit zwei Siegen auf Rang zwei vorzurücken, ist der SV Hinterweidenthal in der Fußball-Bezirksliga durch zwei Niederlagen in den ersten beiden Partien nach der Winterpause auf Platz sieben zurückgefallen. Am Samstag, 15.30 Uhr, empfängt der SVH den amtierenden Meister, den SC Weselberg, der zum ersten Mal im neuen Jahr um Punkte kämpft.
Spitzenreiter SV Hermersberg (54 Punkte) dürfte nicht mehr einzuholen sein. Aber dahinter können sich vom Tabellenzweiten Oberarnbach (41 Punkte) bis zum Neunten, dem TuS Bedesbach-Patersbach (33), noch acht Teams Hoffnung auf den zweiten Aufstiegsplatz machen, zumal nicht alle Mannschaften die gleiche Anzahl von Spielen ausgetragen haben. Zu diesen Anwärtern gehören auch Hinterweidenthal und Weselberg. „Die ersten beiden Spiele sind nicht so gelaufen, wie wir uns das erhofft haben. Es waren zwei sehr enge Spiele. Vorne hat die letzte Durchschlagskraft gefehlt, hinten haben wir den einen oder anderen Fehler zu viel begangen“, resümiert Hinterweidenthals Trainer Denis Jung und fügt hinzu: „Wir müssen die Fehler abstellen und unsere Defensive wieder stabilisieren. Nach zwei Auswärtsspielen freuen wir uns jetzt sehr auf das Derby zu Hause gegen Weselberg.“ Im Winter wechselten vom SC Hauenstein der morgen verhinderte Marius Schäfer und Kevin Burkhard nach Hinterweidenthal. „Marius und Kevin Burkhard sind komplett integriert. Beide benötigen aber noch etwas Zeit, da sie lange keine Wettkampfpraxis hatten. Aber diese Zeit bekommen sie auch“, erklärt Jung. Die beiden angeschlagenen Offensivkräfte Dominic Kessler und Fabian Zwick stehen am Samstag zur Verfügung. Fehlen wird Lukas Barlang, der eine längere Urlaubsreise angetreten hat. Verletzt nach Hundestreit „Das war die schlechteste Wintervorbereitung, seit ich in Weselberg Trainer bin“, klagt derweil Attila Baum. Die Trainingsbeteiligung des ohnehin kleinen Kaders sei durch Urlaube, Krankheiten und Verletzungen sehr bescheiden gewesen. Ein Großteil der Erstmannschaftsspieler habe, so Baum, nicht mal ein Drittel der Vorbereitung mitgemacht. Torjäger Kevin Büchler fällt wegen Rückenproblemen weiter aus. Wegen muskulärer Probleme muss auch Baums Bruder Alexander passen. Schon kurios ist die Verletzung, die Yannick Peifer ausbremste. Beim Versuch, eine Auseinandersetzung seiner beiden Hunde mit einem anderen Hund zu beenden, wurde er an der Hand verletzt. Aus beruflichen Gründen wird Marcel Schäfer voraussichtlich bis April ausfallen. Dafür hat Abwehrspieler Eric Gries seine zehnmonatige Sperre aus der vergangenen Saison abgebrummt und darf wieder mitspielen. „Wenn die Vorbereitung super gelaufen wäre, könnte der zweite Platz sicher ein Thema sein. So aber eher nicht“, merkt der nach dieser Runde in Weselberg aufhörende Baum an. Den SV Hinterweidenthal, der das Hinspiel mit 1:0 gewann, bezeichnet Baum als sehr unangenehmen Gegner, der jedes Team in der Liga schlagen könne. Baum: „Ansonsten ist das eine sehr sympathische Mannschaft, die einen super Zusammenhalt und einfach Bock auf Fußball hat.“ Weiter spielen Tabellenführer SV Hermersberg empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr den TuS Landstuhl zum Sickingerhöh-Derby. Zeitgleich erwartet die durch den 5:1-Sieg in Landstuhl auf Rang drei vorgerückte SG Eppenbrunn den SV Schopp.