Pirmasens Sehnsucht nach Irland

Leonie Schalk (Kontrabass) und Katja Lojer (Irischer Dudelsack!) beschworen musikalisch Irland auf die Bühne.
Leonie Schalk (Kontrabass) und Katja Lojer (Irischer Dudelsack!) beschworen musikalisch Irland auf die Bühne.

Die Bühne des Fischbacher Wasgau-Theaters präsentierte sich dem Publikum am Samstag in grünes Licht getaucht, als eine Mischung zwischen Irisch Pub und Wohnzimmer, liebevoll dekoriert mit zum Teil original irischen Requisiten. Im Hintergrund wurden großformatig die Aufnahmen einer irischen Reise von Fotografin Jasmin Mineo gezeigt. Typische irische Momente am Meer, aber vor allem, typische irische Menschen.

Mit Geschichten über diese Menschen, denen die Band bei einer Irlandreise begegnet war, führte Steffen Korf denn auch durch das Programm, zeigte Stück für Stück verschiedene Facetten und Eigenarten der „Irish Soul“, der irischen Seele. Schon die eingangs zitierten Verse aus Tolkiens „Herr der Ringe“, versetzten die Zuschauer gedanklich auf die grüne Insel „Die Straße gleitet fort und fort, weg von der Tür wo sie begann“. Die Wirkung wurde noch verstärkt durch die Melodie zum Vers „The Road goes on“. Traditionelle Stücke wie „Mary from Dungloe“ oder „The old triangle“ wechselten mit aktuelleren Klängen wie „Caledonia“ von Dougie McLean und „Singapoore to London“ von Angelo Kelly. Die meisten Stücke sang Korf Solo, spielte das ein oder andere Mal auch noch Gitarre oder eine irische Rahmentrommel. Ein besonderer Höhepunkt war ein berührender Vortrag von „Wild Mountain Thyme“ im Duett mit Katja Lojer. Lojer sorgte mit dem Cello, ihren verschiedenen Flöten und dem irischen Dudelsack für die typischen irischen Klänge. Leonie Schalk verstärkte das Team mit Kontrabass und Querflöte und Klaus Stocker war mit seinen Gitarren bei jedem Lied im Einsatz. Eine Premiere war die Präsentation des Stückes „Finnegans Wake“, zu dem der Mannheimer Comickzeichner Sascha Mey einen Comic entworfen hatte, der auf der Leinwand zum Lied gezeigt wurde. Die Verknüpfung von Geschichten und Liedern kam beim Publikum gut an. Korf zu Anfang sichtlich nervös, angesichts des neuen, noch nie gespielten Programms, wurde von Lied zu Lied lockerer und spontaner. Die Freude am gemeinsamen Musizieren und an den erlebten irischen Geschichten waren bei den Musikern deutlich spürbar.

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