Pirmasens Schuhkompetenzzentrum wird ins PFI integriert
Das ISC als Abteilung des PFI – das war schon 2008, im Jahr der Gründung des Schuhkompetenzzentrums auf der Husterhöhe – ein Wunschmodell. Letztendlich wurde das ISC aber als eigenständige Gesellschaft gegründet, weil ansonsten die Fördermittel des Landes für Bau und Ausstattung des neuen Zentrums nicht hätten abgerufen werden können. Auf diese Vorgeschichte wies die Leiterin des PFI, Kerstin Schulte, hin, als sie den Mitgliedern des Stadtrats die geplante Integration des ISC ins PFI erläuterte.
Dass der Wunsch jetzt doch noch Wirklichkeit wird, liegt nicht zuletzt an der Corona-Pandemie: Dem ISC ist das Geschäftsmodell weggebrochen, die Schulungen, Workshops und Weiterbildungen im Schuhkompetenzzentrum seien „zum absoluten Stillstand gekommen“, sagt Schulte. Kurz- und mittelfristig sei auch keine Erholung zu erwarten. Das ISC war von Gründung an auf die finanzielle Unterstützung des PFI angewiesen. Das PFI hält 90 Prozent der Geschäftsanteile des ISC.
Mitarbeiter werden übernommen
Die Mitarbeiter des ISC sollen ins PFI übernommen werden, sagt Schulte. Geplant sei ein automatischer Arbeitgeberwechsel durch Betriebsübergang. Durch die Integration erwarten die Beteiligten Synergien beim Personal, bei der Verwaltung oder bei Maschinen und Geräten. Die bestehenden Verbindlichkeiten des ISC werde das PFI übernehmen, sagte Schulte.
Das geht auch deshalb, weil das PFI glimpflich aus der Corona-Krise herausgekommen ist. Das Institut fuhr nach Angaben Schultes seinen Betrieb nicht komplett herunter, die Forschung beispielsweise wurde aufrecht erhalten. Mittlerweile „sind wir wieder im normalen regulären Geschäftsbetrieb“, sagt Schulte.
Mit dem Land sei die Integration des ISC ins PFI besprochen worden, sagte Oberbürgermeister Markus Zwick. Die Aufsichtsdirektion habe zugestimmt, dass im Falle der Integration eine Rückzahlung der Fördermittel nicht notwendig sei. Der Finanzierungsbedarf für die Gründung des ISC lag bei 5,5 Millionen Euro, die Fördersumme für den Bau betrugen 2,275 Millionen Euro.