Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Schiedsrichter ohne Spielauftrag in Pirmasens, abgebrochene Eckfahne auf Hochstellerhof

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Die Oster-Ausgabe von Helmut Igels Kolumne „Tore, Träume, Temperamente“ zum Fußball in der Region Pirmasens.

Eckfahne abgebrochen: Große Freude auf Hochstellerhof

Knapp über 1000 Saisonspiele sind mittlerweile in den A-, B- und C-Klassen des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken absolviert, und am Gründonnerstag hat es die letzte Mannschaft erwischt. Gemeint ist der SC Stambach, der als Gast des SV Hochstellerhof seine erste Niederlage im Spieljahr 2025/26 kassierte. „Der Jubel war riesig“, sagte Siegtorschütze Christopher Reich nach dem 1:0. Endlich sei ein Sieg gegen eines der Top-Teams in der B-Klasse West gelungen: „Wir haben bestätigt, dass wir mithalten können.“ Reich hatte nach einem weiten Einwurf den Ball in der 89. Minute aus der Drehung ins lange Eck bugsiert. Zum Jubel rannte er an die Eckfahne, seine Mitspieler auch, und als sich die Spielertraube aufgelöst hatte, stellte Reich fest, dass die Eckfahne ein Stück kürzer geworden war – „abgebrochen halt“ ...

Kein Schiedsrichter da: Ersatzmann ohne Auftrag

Zu einer vorösterlichen Partie hatte der TuS/DJK Pirmasens in der B-Klasse Ost den FC Merzalben zu Gast. Kurz vor dem Spielbeginn um 19 Uhr stellten die Teams fest: Es ist kein Schiedsrichter da. Doch es kam gerade noch rechtzeitig ein Unparteiischer, der erklärte, dass der ursprünglich vorgesehene Referee verhindert sei und ihn angerufen habe, ob er die Leitung des Matches übernehmen könne. Deshalb habe er sich nicht früher auf der Prälat-Schäffler-Sportstätte einfinden können. Doch unmittelbar vor dem Einlaufen reichte TuS/DJK-Spielleiter Wolfgang Sammel dem Schiri sein Handy. Am Telefon war Marco Kochert, der Leiter der B-Klasse Ost. Er teilte dem jungen Unparteiischen mit, dass er die Begegnung nicht leiten dürfe, weil er keinen Auftrag dazu habe. Der ursprünglich vorgesehene Schiri hätte den Schiedsrichterobmann anrufen müssen, damit dieser die Besetzung regelt. So wie es nun gelaufen sei, gehe es nicht, stellte Kochert fest. Nun, die Partie, die Merzalben mit 6:1 für sich entschied, wurde trotzdem ausgetragen – unter der Leitung des Ersatzschiedsrichters. „Er bot eine sehr gute Leistung“, lobte Merzalbens Spielertrainer Daniel Wadle den jungen Unparteiischen, der ohne Gelbe Karte ausgekommen war.

Die Gebietsspruchkammer wird nun wohl entscheiden müssen, ob die Partie so in die Wertung kommt. Auf Anfrage erklärte Schiedsrichterobmann Sascha Geisler: „Ich kann dazu nichts sagen, es ist ein schwebendes Verfahren.“

Spielabsage: Angst vor neuerlicher Klatsche

Nach dem ersten Saisonsieg des SV Bottenbach in der B-Klasse West vor gut einer Woche, als beim 3:1 in Höheischweiler noch sieben Spieler auf der Ersatzbank Platz genommen hatten, schienen Personalprobleme beim SVB der Vergangenheit anzugehören, zumal Spielertrainer Patrick Veith von stets 13 bis 15 Mann bei den Übungseinheiten berichtete. Und doch fiel die Begegnung der „Boddebacher“ am Karsamstag aus, weil es an Spielern mangelte. „Wir hatten sechs Verletzte und fünf Urlauber zu beklagen“, nannte Bottenbachs Vorsitzender Bernd Clauer den Grund für die Absage des Heimspiels gegen den Tabellenvierten Ixheim. Vielleicht hätte der SVB elf Mann zu einer „absoluten Rumpfelf“ zusammenkriegen können, „doch der Moral zuliebe“ sei die Partie abgesagt worden, denn eine 0:16-Klatsche wie im Hinspiel wäre zu erwarten gewesen.

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