Schönau RHEINPFALZ Plus Artikel Schadensaufnahme nach dem Ölunfall: Tote Fische und geschädigte Gewässer

Mit Bindemittel wurde das Heizöl an der Quelle unterhalb der Hauptstraße bekämpft.
Mit Bindemittel wurde das Heizöl an der Quelle unterhalb der Hauptstraße bekämpft.

Tote Fische, verschmutzte Teiche, Ölsperren im Saarbach: Der Ölunfall in Schönau gehört zu den größten der vergangenen Jahre. Die Schadensermittlung läuft.

Der Ölunfall am Pfingstsonntag in der Schönauer Hauptstraße wirkt nach. Helfer waren tagelang damit beschäftigt, eine Verbreitung des Öls über den Saarbach zu verhindern, brachten Bindemittel und Ölsperren aus und überwachten die Entwicklung. Das Ausmaß der Schäden wird ein Gutachter bestimmen.

Aus einem defekten unterirdischen Tank waren an Pfingsten nach Angaben der Kreisverwaltung rund 700 Liter Heizöl ausgelaufen und in eine Quelle gelangt. Wie die Behörde mitteilte, tritt die Quelle rund 100 Meter vom betroffenen Gebäude in der Hauptstraße mit starker Schüttung aus. Das Wasser läuft von dort in mehrere Fischteiche und dann in den Saarbach.

Tote Fische im Teich

Passanten hatten die Polizei und die Feuerwehr am Pfingstsonntag über einen Ölfilm informiert und damit einen mehrtägigen Einsatz ausgelöst, um Schlimmeres zu verhindern. Am Austritt der Quelle unterhalb der Hauptstraße sei der Heizöleintrag deutlich und stark zu sehen gewesen, das erste Becken am Quellaustritt und die folgenden Fischteiche seien deutlich mit Heizöl beschlagen gewesen, berichtete die Kreisverwaltung.

Einer der vom Ölunfall betroffenen Fischteiche.
Einer der vom Ölunfall betroffenen Fischteiche.

Laut Kreisverwaltung sind infolge des Ölunfalls Fische in den privaten Teichen in einem überschaubaren Ausmaß verendet. Eine weitere Schädigung könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, es lägen noch keine abschließenden Erkenntnisse dazu vor, teilte sie mit.

Gutachter soll Schäden bewerten

Der Verursacher hat einen Gutachter beauftragt, der nun die konkrete Schadensermittlung vornimmt und dann die erforderlichen Maßnahmen festlegt. Es laufen weiterhin Gespräche, um das weitere Vorgehen abzustimmen, so die Kreisverwaltung.

Feuerwehreinheiten aus Fischbach, Ludwigswinkel, Hirschthal, Bruchweiler, Dahn, Pirmasens und dem benachbarten Frankreich, First Responder aus Fischbach, der Gefahrstoffzug des Landkreises, die Schnelleinsatzgruppe des ASB Pirmasens und die Polizei waren mit Behörden und Fachfirmen im Einsatz. Das Technische Hilfswerk Hauenstein hatte im Zuge des Einsatzes die Pumparbeiten sowie das Binden und Abschöpfen des Heizöls übernommen, um die Ausbreitung einzudämmen. Am Freitag rückten die Helfer nach getaner Arbeit ab. Eine Fachfirma für die Schadensanierung übernahm den Einsatzort.

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