Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SC Hauenstein: Warum mit sechs Absteigern aus der Verbandsliga kalkuliert werden muss

Eine Szene von der SCH-Heimniederlage gegen Jahn Zeiskam: Maximilian Seibel (Zweiter von rechts) klärt in letzter Sekunde, Maxim
Eine Szene von der SCH-Heimniederlage gegen Jahn Zeiskam: Maximilian Seibel (Zweiter von rechts) klärt in letzter Sekunde, Maximilian Krämer (rechts) wäre bei der Hereingabe von Florian Simon (links) einschussbereit gewesen. Weiter zu sehen sind der Torhüter des Sportclubs, Hendrik Gräfe, und Leon Schehl.

Muss der SC Hauenstein nach nur einem Jahr in der Fußball-Verbandsliga wieder absteigen? Die Lage ist sehr ernst, das nächste Heimspiel muss der Sportclub gewinnen.

Aktuell belegt der SCH mit 25 Punkten aus 27 Spielen den 16. und damit vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag geht es ab 16 Uhr im Stadion am Neding gegen den TuS Steinbach, der fünf Zähler mehr hat und auf Rang zehn liegt. Im Falle einer Heimniederlage gegen den Mitaufsteiger vom Donnersberg würden für die Hauensteiner bei dann nur noch vier ausstehenden Partien – ein Teil der Konkurrenz hat dann noch fünf Spiele – die Lichter im Tabellenkeller fast schon ausgehen.

„Wir sind, wie man so schön sagt, gegen Steinbach zum Siegen verdammt. Ein Remis hilft nicht“, sagt denn auch Hauensteins Vize-Kapitän Maximilian Seibel. Und sollte der Sieg gelingen, wären weitere Dreier nötig: „Sonst reicht es leider nicht.“

Es hängt auch von Mainz 05 II ab

Es war bereits vor der Saison klar, dass in der Verbandsliga mit einer verschärften Abstiegssituation zu rechnen ist, auch weil die Liga von derzeit 17 Teams wieder auf die Regelstärke von 16 Mannschaften reduziert werden soll. Wenn es ganz „dick“ kommt, reicht am Saisonende auch der sechstletzte Platz, den aktuell der FK Pirmasens II einnimmt, nicht für den Klassenverbleib. Der Extremfall würde bedeuten: Die zweite Mannschaft des Bundesligisten FSV Mainz 05, momentan in der Regionalliga noch auf einem wahrscheinlichen Nichtabstiegsplatz, muss in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar absteigen. Wenn gleichzeitig der Oberliga-Vizemeister in der Aufstiegsrunde scheitert, müssten vier Mannschaften aus der Oberliga absteigen. Nach jetzigem Stand würden dazu der SV Morlautern, der TuS Mechtersheim und Viktoria Herxheim gehören, die allesamt in die Verbandsliga Südwest abrücken würden. Verpasst der Zweite der Verbandsliga Südwest den Aufstieg in die Oberliga, müssten die letzten sechs Mannschaften aus der Verbandsliga raus. „Das wäre schon extrem bitter, wenn ein Drittel der Liga absteigen müsste“, sagt Seibel dazu.

Weniger als drei Absteiger aus der Verbandsliga wird es wohl nicht geben, da Oberliga-Schlusslicht Morlautern bereits einen enormen Punkterückstand auf die sicheren Plätze aufweist. Nur wenn sich Mainz II rettet, sich zudem Mechtersheim und Herxheim aus der Gefahrenzone befreien und der Verbandsliga-Vize aufsteigt, bleibt es bei drei Absteigern. Seibel: „Natürlich hoffen wir auch auf eine für uns günstige Konstellation.“

Am letzten Spieltag nur Zuschauer

Nicht zu vergessen: Die Verbandsliga-Saison könnte in die Verlängerung in Form von Entscheidungsspielen gehen, wenn nach dem eigentlich letzten Spieltag bei betroffenen Teams Punktgleichheit besteht (erst ab Oberliga aufwärts zählt das Torverhältnis in Auf- und Abstiegsfragen) und noch die Ergebnisse der Aufstiegsspiele abgewartet werden müssen.

Der Sportclub Hauenstein ist am letzten Spieltag spielfrei und muss möglicherweise tatenlos zusehen, wie andere Mannschaften an ihm vorbeiziehen. Für die Partie gegen Steinbach wünscht sich Hauensteins Seibel vor allem eines: „Wir dürfen nicht wieder, wie zuletzt leider oft geschehen, ein frühes Gegentor bekommen, dem wir dann hinterherlaufen müssen.“

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