Fußball
SC Hauenstein: Stanjeks Riesenchancen
Den zweiten Durchgang dominierte der Sportclub vor 180 Zuschauern klar. Allerdings vergaben die Platzherren, die ohne Co-Spielertrainer Christof Seibel (Jochbeinbruch) und Angreifer Luca Schmidt (Bänderriss) auskommen mussten, beste Tormöglichkeiten. Die dicksten Chancen zum 2:1 besaß Sebastian Stanjek. In der 59. Spielminute flog ein abgeblockter Ball acht Meter vor dem Gästetor Hauensteins Kapitän vor die Füße. Er schoss allerdings zu überhastet Bodenheims Keeper Marco Günther an. Nur sechs Minuten später flankte Justin Veith in den VfB-Strafraum. Tim Keiser leitete schön mit der Hacke weiter, und erneut hatte Stanjek freie Schussbahn. Doch Günther entschärfte dessen Schuss mit einer tollen Parade. „Einen von beiden muss er machen. Das hat Sebastian selbst gesagt. Ein wenig hat da auch das Glück gefehlt“, sagte Hauensteins Trainer Philipp Weishaar nach dem Abpfiff.
Beinahe Doppelschlag von Tim Keiser
Der 0:1-Pausenrückstand war dagegen schnell aufgeholt. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff bediente Stanjek gekonnt den auf Rechtsaußen gestarteten Tim Hecker, der sofort nach innen zu Tim Keiser passte. Der zog direkt mit rechts ab und traf per Flachschuss zum verdienten 1:1. Nur eine Minute danach hängte Stanjek mit einem unwiderstehlichen Solo auf der linken Seite drei Rheinhessen ab und flankte zu Tim Keiser. Doch anstatt direkt zu schießen, stoppte der Hauensteiner Stürmer den Ball und blieb dann im dichten Geflecht Bodenheimer Abwehrbeine hängen. Nichts war’s mit dem Doppelschlag.
Die erste Torchance der Partie besaß Bodenheim in der fünften Spielminuten. David Vodi scheiterte am glänzend reagierenden SCH-Torwart Hendrik Gräfe. Weishaar: „Da hat uns Hendrik im Spiel gehalten. Danach sind wir besser in die Partie gekommen.“ Drei Minuten nach dieser Gelegenheit landete ein Freistoß von Innenverteidiger Leon Schehl aus 23 Metern an der Latte des Bodenheimer Gehäuses.
„Ein harter Elfer“
In der 31. Minute flog eine Freistoßflanke in den Hauensteiner Strafraum, wo in einem Pulk Spieler beider Teams um jeden Zentimeter Boden rangelten. Einigermaßen überraschend entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für Bodenheim. Er hatte wohl ein Klammern eines Hauensteiner Spielers beobachtet. „Das war schon ein harter Elfer. Danach haben wir kurzzeitig den Faden verloren“, befand Weishaar. Nils Schäfer führte aus. Gräfe ahnte die richtige Ecke und war auch noch mit einer Hand am Ball. Letztlich passierte der Ball allerdings die Torlinie zur Gästeführung. Die Führung beflügelte die Gäste. Kurz vor dem Seitenwechsel wäre beinahe das gefallen. Doch abermals Vodi schoss allein vor Gräfe über das Hauensteiner Gehäuse.
„In der zweiten Hälfte haben wir sehr gut gespielt. Ein Punkt in dieser Liga ist immer okay. Aber heute hätten es am Ende drei sein müssen“, sagte Hauensteins Weishaar. Seine Elf drängte bis zum Ende auf die drei Punkte. Die letzte Möglichkeit dazu besaß Jan Keiser, der nach Vorlage des gerade eingewechselten Alexander Port den Ball nicht richtig traf und Günther im Gästetor nicht ernsthaft gefährden konnte.
SO SPIELTEN SIE
SC Hauenstein: Gräfe - Roth, Schehl, Jan Keiser, Veith - Maximilian Seibel, Kästner - Hecker (71. Weinriefer), Stanjek. Tim Keiser (88. Port) - Wilhelm (46. Scherer).