Pirmasens / Berlin Sanierung MTV-Spielfeld: Bund übernimmt großen Teil der Kosten

Der MTV-Hartplatz hat schon bessere Zeiten erlebt. Die Anlage soll nun erneuert werden
Der MTV-Hartplatz hat schon bessere Zeiten erlebt. Die Anlage soll nun erneuert werden

Gute Nachrichten für den Fußball auf der Husterhöhe: Der Bund unterstützt die Umwandlung des Hartplatzes des MTV 1873 Pirmasens in einen Kunstrasenplatz.

Die Bundestagsabgeordneten Angelika Glöckner (SPD) und Florian Bilic (CDU) haben in getrennten Pressemitteilungen zeitgleich darüber informiert, dass das Bauvorhaben seitens des Bundes mit 607.500 Euro unterstützt wird. Der MTV 1873 Pirmasens erhält die Förderung aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten. Damit gehört der Verein zu den wenigen Projekten, die sich bundesweit in einem stark überzeichneten Verfahren durchsetzen konnten. Laut Glöckner lagen mehr als 3600 Bewerbungen vor. Bilic weist darauf hin, dass mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro der Projektaufruf 23-fach überzeichnet war. In der ersten Tranche stehen 333 Millionen Euro aus Bundesmittel zur Verfügung.

Die zur Verfügung gestellten Mittel stammen aus der sogenannten „Sportmilliarde“, mit der der Bund gezielt in die Modernisierung von Sportanlagen investiert. Für Pirmasens bedeutet das aus Sicht der SPD-Abgeordneten: bessere Trainingsbedingungen, sichere Infrastruktur und neue Perspektiven für Vereine, Schulen und den Breitensport. „Die Förderung schafft Orte, an denen Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft möglich werden“, so Angelika Glöckner. Bilic freut sich ebenfalls über die Förderzusage. „Die Investition in moderne Sportstätten ist eine Investition in unsere Gemeinschaft und in die Gesundheit unserer Bürger“, wird der CDU-Politiker zitiert.

Sportplatz soll ganzjährig nutzbar sein

Der bestehende Hartplatz entspricht seit Jahren nicht mehr den Anforderungen an Sicherheit, Belastbarkeit und Trainingsmethodik. Insbesondere für Kinder, Jugendliche und inklusive Gruppen ist die Nutzung mit Einschränkungen verbunden. Hinzu kommt, dass Hartplätze als verletzungsfördernd gelten. Mit dem geplanten Umbau soll eine ganzjährig nutzbare Sportfläche entstehen, die laut Bilic den langfristigen städtebaulichen Entwicklungszielen entspricht.

Glöckner betont, dass der Bund mit Fördermitteln wie diesen Verantwortung für gleichwertige Lebensverhältnisse übernehme – auch in Mittelzentren wie Pirmasens.

Die wachsende Anzahl an Mannschaften – eine neu gegründete Footballmannschaft, drei zusätzliche Jugendteams des ansässigen FK Pirmasens sowie die zunehmende Professionalisierung – zeigen Bilic zufolge, dass mit der Maßnahme auf einen klar nachgewiesenen Bedarf reagiert wird.

Barrierefrei und nachhaltig

Ein Fokus liegt bei dem Projekt auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Der Platz wird mit recycelbaren Materialien ohne synthetische Füllstoffe ausgestattet und barrierefrei zugänglich sein. „Wir schaffen hier nicht nur bessere Trainingsbedingungen, sondern investieren bewusst in eine nachhaltige und inklusive Infrastruktur. Das ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit von Pirmasens“, erklärt Bilic.

Die Kosten für den Umbau des Spielfeldes belaufen sich früheren Angaben der Stadt zufolge auf 810.000 Euro. Ohne das Geld aus Berlin hätte es wohl Probleme mit der Finanzierung des Vorhabens gegeben. Neben dem maroden Zustand hat der Sportplatz noch einen weiteren Nachteil. Er ist zu klein. Momentan beträgt die Spielfeldgröße 62 auf 90 Meter, der Fußballverband fordert mindestens 64 auf 100 Meter – plus Sicherheitsbereiche am Spielfeldrand. Nicht zuletzt die Vergrößerung der Spielfläche, um das Sportfeld auch für den Spielbetrieb nutzen zu können, macht das Projekt so teuer. Um den Sportplatz nach Süden um zwei und nach Norden um acht Meter zu verlängern, braucht es Aufschüttungen und Stützwände.

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