Pirmasens
Rendezvous der Besten: TS Rodalben würde gerne im Theater am Potsdamer Platz auftreten
Vergangenen Samstag erst veranstaltete der Pfälzer Turnerbund sein Rendezvous der Besten vor knapp 3000 Zuschauern in Ludwigshafen. Am kommenden Samstag steigt nun das Rendezvous-Bundesfinale in Berlin mit 35 Showgruppen. Mit dabei: das „Gym & Dance Team“ der TS Rodalben als Vertreter der Pfalz.
Am Freitagmorgen fahren die 22 Sportlerinnen aus Rodalben, Hermersberg, Heltersberg, Pirmasens, Zweibrücken, Saarbrücken, Münchweiler, Clausen, Geiselberg, Weselberg, Steinalben und Horbach mit dem Bus in die Bundeshauptstadt. „Mit dem Zug wäre das nicht gegangen, weil wir ja unsere ganzen Kostüme und Requisiten, darunter ein Podest, transportieren müssen“, erzählt TSR-Trainerin Inge Hollerith. In Berlin empfängt sie die Pirmasenser SPD-Abgeordnete Angelika Glöckner, ein Besuch des Reichstags steht noch auf dem Programm. Am Samstag dann ab 9 Uhr der Wettkampf im Horst-Korber-Sportzentrum. Die Südwestpfälzerinnen führen zum dritten Mal nach den Auftritten bei der Showtime in Rodalben und beim pfälzischen Rendezvous der Besten in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle ihren Ausflug „in fremde Galaxien“ auf. Hollerith: „Akrobatik, Tanz und Gymnastik – wir zeigen mit vielen Partnerteilen unsere ganze Bandbreite.“
Vier Ausfälle
Gleich vier feste Mitglieder des „Gym & Dance Teams“ fehlen. Beate Faulhaber ist während des recht kurzfristig terminierten Bundesfinals in Urlaub, Ramona Leist steckt im Prüfungsstress, die Studentinnen Klara Ziegler und Mara Schumacher haben Verpflichtungen an der Uni. So rückten aus dem Nachwuchsteam die erst zwölf- und dreizehnjährigen Collien Baumann, Jenna Kilb und Xenia Röckel auf. Deshalb gibt sich Hollerith trotz der „guten Choreographie“ nach eigenen Worten skeptisch, dass ihr Team es in die Abendgala der 15 besten Showgruppen im Theater am Potsdamer Platz (sonst Schauplatz des Abba-Musicals „Mamma Mia!“ und des Udo-Lindenberg-Musicals „Hinterm Horizont“) schafft – auch wenn dies natürlich insgeheim das Ziel ist.
Hochkarätige Konkurrenz
Die Konkurrenz ist hochkarätig. So startet die Showgruppe „Blues Brothers“ des TV Ludwigshafen (Bodensee), die erst kürzlich in der FIG-Gala der Welt-Gymnaestrada Deutschland repräsentierte und vom Deutschen Olympischen Sportbund für die World Games 2020 des Weltbreitensportverbands Tafisa nominiert wurde. Auch die Gruppe „New Power Generation“ aus Oldenburg, die bereits bei der RTL-Sendung „Das Supertalent“ die Jury begeisterte, wird mit ihrer Choreographie „Ready or not“ auftreten. Und die Gruppe „Screbel Dance & Trix“ vom niedersächsischen SC Melle hat neun 2,50 Meter hohe Holzrahmen konstruiert, mit denen sie kreativ turnt und „wunderbare Bilder entstehen lässt“, wie der Deutsche Turner-Bund mitteilt. Zudem werden die „Fliegenden Homberger“ aus dem Rheinland, die bei der Turn-Weltmeisterschaft 2019 in Stuttgart am letzten Tag die volle Halle begeisterten, in Berlin mit dabei sein.
Der Start beim Bundesfinale ist nicht ganz billig. „6500 Euro kostet das Ganze“, berichtet Hollerith. „Wir haben einige Sponsoren, aber den Rest müssen die Mädchen selbst bezahlen.“