Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalliga auch nächste Saison ohne FKP

Nächste Saison nicht mehr im FKP-Oberligateam: Luca Eichhorn, Jan Schulz, Julian Kern und Moritz Zimmer (von links) vor dem Anpf
Nächste Saison nicht mehr im FKP-Oberligateam: Luca Eichhorn, Jan Schulz, Julian Kern und Moritz Zimmer (von links) vor dem Anpfiff mit ihren Abschiedsgeschenken.

Der FK Pirmasens wird auch nächste Saison Oberligist sein. Der 2:0-Sieg gegen den FV Engers reicht nicht, um vor dem letzten Saisonspiel am Pfingstsonntag bei Schott Mainz noch eine Aufstiegschance zu haben. Ein Pirmasenser macht zu seinem Abschied vor heimischem Publikum noch mal ein großes Spiel.

„Ich bin stolz auf meine Jungs, die im Kollektiv eine ganz starke Aufstiegsrunde hingelegt haben, um den kurzen Durchhänger in der Vorrunde zu kompensieren. Am Ende hat es leider nicht gereicht.“ Dies sagte der Trainer des Fußball-Oberliga-Dritten FK Pirmasens, Martin Gries, nach dem verdienten 2:0 (0:0) im letzten Saison-Heimspiel gegen einen engagiert auftretenden FV Engers. „Ein bisschen enttäuscht“ sei er vom FV Diefflen“, der am Samstag in der eineinhalb Stunden später angepfiffenen Partie gegen den FKP-Aufstiegsrivalen Schott Mainz nach 23 Spielminuten schon 0:2 zurücklag und am Ende 1:3 verlor. Die Pirmasenser, in der Blitztabelle für einige Minuten nur noch zwei Punkte hinter den Mainzern, die am Pfingstsonntag noch gegen den FKP antreten müssen, haben damit keine Chance mehr auf den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga.

Überall im Framas-Stadion war vor dem Anpfiff die Hoffnung auf Platz zwei und die dann folgenden Spiele gegen die Vizemeister aus Hessen und Baden-Württemberg spürbar. „Die Jungs und die Fans hätten sich das verdient. Wir haben doch eine prima Aufstiegsrunde gegen die Oberliga-Top-Teams hingelegt. Da könnte noch was gehen. Und in Diefflen ist alles möglich“, merkte FKP-Zeugwart Gerold Triem an.

Glänzender Eichhorn

Und die Mannschaft ging auch voll konzentriert und geduldig daran, mit einem Sieg gegen Engers ihren Beitrag dazu zu leisten. Bis zur Pause fehlte es nur an der Durchschlagskraft im Angriff. Pech hatte dabei der glänzend aufgelegte Luca Eichhorn, der im Mittelfeld an allen Offensivaktionen beteiligt war und auch starke Defensivarbeit leistete. Bis zur 55. Minute konnten die Gäste keine gefährliche Aktion vor dem von Benjamin Reitz wieder einmal fehlerfrei gehüteten FKP-Gehäuse kreieren. Da war auf einmal die linke Abwehrseite offen, Niklas Hermann stieß durch, bediente Andi Brahaj, und dessen Flachschuss aus acht Metern fischte sich der Keeper aus Geiselberg.

„Dimi“ schlägt zweimal zu

In der nächsten Spielszene schlug FKP-Außenangreifer Luka Dimitrijevic zu. Rechtsverteidiger Manuel Grünnagel, der gleich mehrfach Szenenapplaus für geschickte und engagierte Zweikampfführung einheimste, hatte nach Balleroberung Stürmer Dennis Krob geschickt, dieser passte zu Daniel Bohl, der dann genial seinen Nebenmann bediente. „Dimi“ ließ sich die Chance zum 1:0 (58.) nicht entgehen. Dimitrijevic besorgte zwölf Minuten später auch das 2:0. Sein zweiter Doppelpack in Folge. Dabei legte er einen unwiderstehlichen Zug zum Tor an den Tag und hatte auch den Blick für die Situation. Schuss aus neun Metern, Innenpfosten – drin. „Wir haben uns in der Aufstiegsrunde nichts vorzuwerfen. Wir haben alles rausgehauen, konnten mit dem Druck umgehen und haben die Sache spannend bis zum Schluss gehalten“, lenkte er schnell von sich ab und stellte die Mannschaftsleistung in den Vordergrund. Erst in den letzten 15 Minuten des letzten FKP-Heimspiels in dieser Saison kam Engers noch zu drei Abschlüssen, bei denen Keeper Reitz aber sicher hielt.

„Türen stehen offen“

Zurück zu Luca Eichhorn, der schon als kleiner Junge beim FKP spielte und nun mit 25 Jahren sein (vorerst?) letztes Heimspiel für „die Klub“ machte. Auf ihren Sohn Luca angesprochen, stellte die zuschauende Michelle Eichhorn fest: „Ich bin stolz auf meine beiden Söhne. Nicolas, der in Eppenbrunn spielt, und Luca, der jetzt in die USA zum Studium nach Marion in Indiana geht.“ Um sie herum war eine ganze Fangemeinde zu Luca Eichhorns Abschiedsspiel gekommen. Er und Keeper Jan Schulz sind seit vier Jahren befreundet, sind über den Fußball, das Team der University of Indiana, an Studienplätze gekommen und wollen innerhalb von zwei Jahren ihren Master in BWL ablegen. „Für mich hat es noch nie einen anderen Verein als den FKP gegeben. Wer weiß, vielleicht komme ich ja in zwei Jahren wieder zurück“, sagte Eichhorn, und Trainer Gries nahm das sofort auf: „Die Türen beim FKP werden ganz sicher offen stehen.“ Kumpel Schulz merkte an: „Wir freuen uns auf Leben, Lernen und Kicken in Amerika. Da Luca und ich das gemeinsam machen, dort auch zusammen wohnen, fällt uns der Gang in einen völlig neuen Lebensabschnitt auch nicht so schwer.“

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