Pirmasens „Printhaupt Doors“ will Trends setzen

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Unter der Trendmarke „Printhaupt Doors“ hat der Pirmasenser Glasdruck-Anbieter in der Moselstraße einen Katalog mit Motiven für Glastüren erstellt. Der Endkunde kann unter mindestens 200 Sujets (nach oben offen) „seine“ Tür(en) für den Innenbereich auswählen.

Nach Angaben von Vertriebsleiter August Heiser hat der Kunde unter 18 und mehr Farben die Qual der Wahl, außerdem noch unter verschiedenen Türserien: von einfach gestalteten hin zu komplizierteren Mustern. Darunter sind echte Hingucker. Gedruckt werde standardmäßig auf acht Millimeter Sicherheitsglas. „Wir bieten dazu noch den Druck auf Verbundglasscheiben an.“ Der Einstieg in die digital bedruckten Türen beginnt bei rund 600 Euro, was ein durchaus marktüblicher Preis sei. Nach oben gibt es keine Grenzen. „Im Gegensatz zu vielen anderen ist es uns möglich, haltbaren hochpräzisen Digitaldruck herzustellen“, sagt Heiser. Bis auf den Zehntel Millimeter genau arbeite die Maschine, die prinzipiell ganz einfach funktioniere. Die Glasplatten gehen zunächst in eine große Waschmaschine, bevor die Platte zum Drucker gleitet, der das Motiv aufdruckt. Anschließend wird die Platte bei 200 Grad Celsius gehärtet, damit das Motiv lichtecht, langlebig, wasserfest und widerstandsfähig gegen Wind und Wetter werde, erläutert Heiser das Prinzip des digitalen Glasdrucks. Diese Drucktechnik gebe es nur zweimal in Deutschland und einmal in Österreich. „Das war’s dann in Europa aber auch schon. Jeder hat sein Spezialgebiet. Wir drucken beispielsweise Großformate“, so Heiser. Am Beispiel der Fassade der Unicorn Art Lounge in der Rupprechtstraße wird dies erläutert: Hier wurden 31 bedruckte Verbundglasplatten zu einem 150 Quadratmeter großen „Bild“ mit Motiven von James Rizzi zusammengesetzt. Die Printhaupt GmbH, die zusammen mit der Unicorn GmbH mit dieser „Rizzi-Fassade“ den Vor-Ort-Award der „Kreativen Pfalz“ gewonnen hat, ist seither auch deutschlandweit ein Begriff. „Für uns war das ein Leuchtturmprojekt“, sagt Printhaupt-Geschäftsführer Alexander Meißner im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Wir haben seither ständig Anfragen, aber es dauert bis zu einer eventuellen Verwirklichung sehr lange. Da gibt es Vorlaufzeiten von zwölf beziehungsweise 18 Monaten.“ Um die enormen Investitionskosten einzuspielen („siebenstellig mit einer zwei davor“) steigt die noch junge Firma, die gerade mal 22 Monate auf dem Markt ist, jetzt in die Massenproduktion von digital bedruckten Glastüren ein. Und das scheint gut zu laufen. Wie Heiser es populär ausdrückt: „Im Moment wird gedruckt auf Teufel komm raus. Wir könnten die Geschwindigkeit sogar noch erhöhen, wenn wir eine zweite Schicht fahren würden.“ Das Türengeschäft werde nur über den Großhandel abgewickelt. Zunächst mal hauptsächlich auf dem deutschen Markt. „Aber wir werden natürlich versuchen, auch nach Österreich und in die Schweiz zu expandieren. Verkauft haben wir auch schon nach Russland und Italien. Außerdem haben wir im Moment viele Anfragen aus Holland.“ Vorerst sei jedoch das Unternehmen vollauf mit seinem eigenen Projekt „Printhaupt Doors“ beschäftigt. Die Firma produziere jedoch nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern erstelle auch Kollektionen für Türen-Großhändler. Heiser: „Er kriegt dann seine eigenen Motive auf die Türen und die gibt’s nur bei ihm. Bislang haben wir einen bedeutenden Industriekunden, der seine eigene exklusive Kollektion bekommen hat.“ Acht Mitarbeiter sind bei der Printhaupt GmbH aktuell beschäftigt. Deren Zahl reiche derzeit aus, um die Produktion zu bewältigen; die Hallengröße ebenfalls. Heiser und Meißner: „Die Überlegung gibt es schon, dass wir uns längerfristig nach einem neuen Standort umschauen. Aber erste Vorgabe ist es, den break even zu erreichen.“ Die schwarze Null beim Ergebnis könnte, abhängig von der Entwicklung des Türengeschäftes, Anfang 2015 bereits unterm Strich stehen. (pt)

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