Ringen RHEINPFALZ Plus Artikel Pirmasenser Kevin Gremm ist wieder Deutscher Meister

Stolz auf seine zweite Goldmedaille bei deutschen Juniorenmeisterschaften: Kevin Gremm.
Stolz auf seine zweite Goldmedaille bei deutschen Juniorenmeisterschaften: Kevin Gremm.

Ziel erreicht: Kevin Gremm ist wieder Deutscher Juniorenmeister im Griechisch-römisch-Ringen. Im DM-Finale der Klasse bis 82 Kilo siegte der 19-jährige Pirmasenser am Sonntag im nordrhein-westfälischen Hohenlimburg gegen Jan Schwabe vom KSV Rimbach vorzeitig technisch-überlegen mit 9:0.

Seinen ersten nationalen Juniorentitel hatte Gremm 2019 in der 77-Kilo-Klasse gewonnen. Seine Vorrundengegner bezwang der Bundesligaringer vom ASV Hüttigweiler, der in der Jugend jahrelang beim AC Thaleischweiler von Trainer Czeslaw Stanjek geschult worden war, scheinbar mühelos. Nach dem Wiegen am Freitag – Gremm musste innerhalb von fünf Tagen fast fünf Kilo abnehmen – schlug er im ersten Kampf am Samstag Marius Rieger vom ESV München-Ost technisch-überlegen vorzeitig mit 8:0 Punkten. Nach nicht einmal anderthalb Minuten Kampfzeit war der Kampf zugunsten des Favoriten entschieden.

Nächster klarer Sieg

Ebenso stark präsentierte er sich gegen seinen zweiten Gegner, Adam Bachor vom KSK Konkordia Neuss (NRW), den er mit 8:1 Punkten dominierte. Es war der einzige Kampf, den Gremm über die komplette Kampfzeit von zweimal drei Minuten bestreiten musste. „Ich hatte zu verhalten, zu vorsichtig begonnen“, analysierte das Mitglied des Junioren-Nationalkaders. Die Aufforderung des saarländischen Landestrainers Jan Fischer und seines Vereinstrainers Christoph Gall vom ASV Hüttigweiler, in der zweiten Hälfte mehr zu zeigen, setzte Gremm eindrucksvoll um.

Im Finale am Sonntag präsentierte sich der Fünfte der Junioren-Europameisterschaft in bestechender Form und hochkonzentriert. Recht früh kam sein Gegner in Bedrängnis und nachdem Gremm noch eine Wertung in Bodenlage gelang, war der Kampf nach gut zwei Minuten vorüber. Gremms Fazit: „Ich wollte von Beginn an zeigen, wer der Favorit ist, und das ist mir gelungen.“

Erst Finnland, dann Russland

Gremm war bis 25. Juli noch auf einem Lehrgang mit der Nationalmannschaft in Finnland. „Das hat einige Körner gekostet. Ich konnte mich innerhalb der fünf Tage dann aber doch recht schnell erholen und freue mich sehr über die Titelverteidigung“, sagte Gremm. Erfreulich: Auch 70 Zuschauer waren in der Rundsporthalle der Realschule in Hohenlimburg zugelassen. Die Medaillen mussten sich die Sieger aus Corona-Gründen aber selbst umhängen. Nach einigen Tagen Wettkampfpause setzt Gremm die Vorbereitung auf die Junioren-Weltmeisterschaft in Russland fort.

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