Pirmasens Pirmasenser Fußwege auf dem Prüfstand

In der Fußgängerzone finden sich öfter recht hoch rausstehende Pflastersteine, die bei unachtsamen Fußgängern schnell zur Stolpe
In der Fußgängerzone finden sich öfter recht hoch rausstehende Pflastersteine, die bei unachtsamen Fußgängern schnell zur Stolperfalle werden können.

Ab April steht der Fußgänger im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe, die als „Fußverkehrs-Check“ die Bedingungen für das Zufußgehen in Pirmasens verbessern soll.

Das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium finanziert die Checks jedes Jahr in zehn Städten des Landes. Für dieses Jahr wurde Pirmasens ausgewählt. Im vergangenen Jahr waren Zweibrücken und Kaiserslautern an der Reihe. Start in Pirmasens ist laut der Pressestelle des Rathauses im April mit einem Auftaktgespräch inklusive Bestandsanalyse. Begleitet wird die Stadtverwaltung durch das Planungsbüro Sweco aus Frankfurt. Im Mai oder Juni soll es einen Workshop geben und über Sommer werden zwei Begehungen ganz praktisch durch zwei Quartiere führen, um dort Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten festzustellen.

Bei den Begehungen werden unter anderem die Teilnehmer der Verkehrsschau, Seniorenbeirat, Jugendstadtrat, Ordnungsamt, Stadtplanungsamt, Tiefbau, WSP sowie der Behindertenbeauftragte Berthold Göllner eingeladen, wie Sabine Sturm von der Pressestelle mitteilt. Bei Begehungen in anderen Städten waren prinzipiell alle Bürger eingeladen. In Kaiserslautern beispielsweise zogen mehr als 30 Teilnehmer durch die Quartiere, um lose Gehwegplatten, zu hohe Bordsteine und zugeparkte Gehwege zu monieren. In Pirmasens sollen die Ergebnisse der Begehungen bei einem zweiten Workshop Ende Sommer erörtert werden. Im Oktober soll der Fußgänger-Check mit Maßnahmenempfehlungen beendet sein. Die Ergebnisse sollen schließlich im Stadtrat präsentiert werden, so Sturm.

Den Fußverkehrs-Check sieht die Mainzer Staatssekretärin Petra Dick-Walther nicht einfach nur als Verbesserung für Fußgänger. „Mit den Checks machen wir den Kommunen ein Angebot, ihre Innenstädte und Dorfzentren attraktiv zu gestalten“, so Dick-Walther. Das erhöhe die Aufenthaltsqualität, wodurch Innenstädte belebt würden und Handel sowie Gastronomie profitieren können. Das sieht auch der Pirmasenser Bürgermeister Michael Maas so. Mit mehr Raum für die Fußgänger sowie mehr Grün- und Erlebniszonen könne die Qualität der Fußgängerzone gesteigert werden, so Maas.

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