Pirmasens Pirmasens: Neuer Chef sieht ISC auf gutem Weg
Seit 1. Juni leitet Ronny Weis das Internationale Schuhkompetenzzentrum (ISC) auf der Husterhöhe in Pirmasens. In einer „Doppelspitze“ mit PFI-Leiterin Kerstin Schulte führt er dort die Arbeit seines Vorgängers Uwe Thamm weiter. „Wir sind gut aufgestellt“, lautet seine Einschätzung.
Dem 38-jährigen Zweibrücker ist sein neuer Arbeitsplatz nicht fremd. Zuletzt war er als stellvertretender Leiter der Abteilung „Research & Engineering“ am Prüf- und Forschungsinstitut (PFI) beschäftigt. „Noch bin ich in der Einarbeitungsphase und gerade dabei, den Ist-Zustand zu erarbeiten“, meint Ronny Weis. Zwar ist er erst seit Anfang Juni im Amt, Angebot und Struktur des ISC sind ihm allerdings nicht neu. Seit 2009 war er Mitarbeiter des Prüf- und Forschungsinstituts, dessen Tochtergesellschaft das Schuhkompetenzzentrum ist. Zuvor hat Weis eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker und Bandagist abgeschlossen und danach in Zweibrücken Mikrosystemtechnik studiert. „Die praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalte sind sicherlich auch im neuen Job gewinnbringend“, meint er. Als Ingenieur werde er den Fokus verstärkt auf die technischen Neuerungen setzen, sagt Weis. Das Rad neu erfinden müsse er im ISC aber nicht. „Wir sind gut aufgestellt“, lautet seine Einschätzung.
Weitere Standbeine: Beratung und Forschung
Mit rund 20 Mitarbeitern bietet das ISC Fachkompetenz rund um Schuhe und Leder. Zum einen sind das maßgeschneiderte Schulungen für Unternehmen und deren Mitarbeiter. Weitere Standbeine sind die Beratung sowie die Forschung, „der Bereich, aus dem ich ursprünglich komme“, ergänzt Weis. Die „Doppelspitze“ mit Kerstin Schulte und ihm als gleichberechtigte Geschäftsführer sieht er als „sehr gute Lösung für den Einstieg“ und „passende Ergänzung“ an. Auch wenn Weis keine grundlegenden Änderungen im Blick hat, so hat er doch eine klare Vision für sein neues Unternehmen. Industrie 4.0, die zunehmende Digitalisierung, das „Internet of Things“ (IOT), all das werde auch in der Schuhbranche immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Schuhe würden personalisierter werden, immer technischer, die Losgrößen in der Produktion dafür eher kleiner, weiß der Ingenieur. Dazu kämen innovative Materialien und neue Fertigungsverfahren. „Es gilt umzudenken, neue Lösungen zu finden“, sagt Weis.
Weis: „Ich freue mich auf das Fest genauso wie auf meine neuen Aufgaben“
Stillstand werde es in der Schuhbranche nicht geben, sagt der Fachmann. „Zudem werden die Maschinen intelligenter und sie stellen neue, weitreichende Anforderungen an ihre Benutzer“, hat Weis auch hier Handlungsbedarf für sein Unternehmen identifiziert. Gleichzeitig weiß er das ISC mit einer modernen technischen Ausrüstung, einem biomechanischen Analyselabor und dem Fachwissen der Mitarbeiter und Dozenten gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft. Seine erste eigene Herausforderung als neuer Chef wartet auf Ronny Weis bereits Ende des Monats. „Ich habe das ISC kurz vor dem zehnjährigen Bestehen übernommen“, nun gehört die Organisation der Feierlichkeiten am 27. Juni gleich mit zu seinen Aufgaben. „Ich freue mich auf das Fest genauso wie auf meine neuen Aufgaben“, meint er.