Pirmasens Nur sechs Punkte, aber 170 Yards Strafen

«WIESBADEN.» Nach einer 6:20 (0:0/0:7/0:7/6:6)-Niederlage am Samstag bei den Wiesbaden Phantoms II haben die Pirmasens Praetorians die Saison in der Football-Landesliga auf Rang fünf beendet.
Es bewahrheitete sich, was Praetorians-Headcoach Andreas Baur schon vor dem Spiel über die Hessen gesagt hatte: „Vorne machen sie nicht viel Punkte, hinten kassieren sie aber auch kaum welche.“ Nur sechs Punkte erzielten die Pirmasenser. Vor der Partie gegen die Phantoms brachten es die stark ersatzgeschwächten Prätorianer immerhin auf 31 Zähler im Schnitt pro Partie. Erst beim Stand von 0:20 trug Dominik Kern erstmals den Ball in die hessische Endzone. Die anschließende Two Point Conversion scheiterte jedoch. Da waren jedoch nur noch vier Minuten zu spielen. „Wir haben auch danach wieder viele Strafen kassiert“, kritisierte Baur. Insgesamt kassierte sein Team 170 Yards Strafen. Auch Wiesbaden fing sich im Laufe der Partie 100 Yards Raumverlust durch Strafen ein. Einmal wurden die Pirmasenser durch Fouls in der Offensive so weit zurückgeworfen, dass sie beim First Down noch 45 Yards statt der üblichen zehn Yards zu überbrücken hatten. Ein weiterer Grund der Niederlage lag auf der Hand. Nur 30 Akteure konnte Baur wegen Verletzungen, Urlaub, beruflichen oder studienbedingten Verpflichtungen aufbieten. „Wir kamen in der Offensive nicht schnell vorwärts. Die Defensive war dann auch wieder schnell auf dem Platz“, haderte der Praetorians-Headcaoch. Wegen des regnerischen Wetters mussten die Pirmasenser um Ersatz-Quarterback Marius Schmenger überwiegend auf Runplays zurückgreifen. „Es war in Ordnung, was Marius gemacht hat, bei Laufspielen hat er keine Fehler gemacht“, analysierte Baur die Leistung des 18-jährigen Höheinöders.