Pirmasens „Nicht kampflos geschlagen geben“

«HERSCHBERG.» Wenn am Sonntag (15.30 Uhr) die Partie des Verbandsliga-Tabellenvierten FC Speyer gegen Schlusslicht SV Herschberg angepfiffen wird, will bei den Gästen auch der zuletzt angeschlagene Max Strütt wieder auflaufen.
Auch wenn die Herschberger zuletzt gegen die Spitzenteams oftmals hohe Niederlagen einstecken mussten, will sich der Abwehrspieler nicht schon vor der Partie in der Domstadt geschlagen geben. „Die Abmeldung unserer zweiten Mannschaft hat Vor- und Nachteile“, meint SVH-Innenverteidiger Strütt. Denn nun, nach dem Rückzug der zweiten Garde (wir berichteten gestern), habe zumindest die Verbandsligatruppe des Tabellenschlusslichts wieder mehr Akteure zur Verfügung. Strütt, als Verwaltungsfachangestellter bei der Verbandsgemeinde Waldfischbach, könnte am Sonntag allerdings das Lazarett von SVH-Trainer Peter Rinner noch erweitern. So musste der zu Saisonbeginn aus der B-Klasse vom TuS Heltersberg in die Verbandsliga gewechselte, mittlerweile zum Abwehrchef beförderte Strütt bei der 1:4-Heimniederlage gegen Bad Kreuznach bereits nach 19 Minuten ausgewechselt werden. „Der Muskel hat zugemacht, ich muss schauen, ob es bis Sonntag noch reicht. Aber ich bin schon wieder im Lauftraining“, erklärt Strütt. Sein Mitwirken wäre wichtig, muss doch das Team weiterhin auf den Langzeitverletzten Jan Böhr sowie auf Marco Hocke und nach einer Operation wohl auch auf Trainersohn Jannick Rinner verzichten. Gegen den FC Speyer, derzeit auf Rang vier mit sieben Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz zu finden, rechnet sich Strütt für sein Team durchaus Chancen aus. „Für Speyer ist nach oben nicht mehr viel machbar. Der Einsatz muss stimmen, dann ist für uns was drin“, will sich Strütt keinesfalls kampflos geschlagen geben gegen die Mannschaft um Ex-FKP-Akteur Andreas Backmann. Ob er auch in der kommenden Saison Schuhe für die Herschberger schnürt, will der frühere Jugendspieler der SG Waldfischbach noch nicht abschließend entscheiden. „Ich will es mir noch offen lassen, wo ich spiele, und auch mal anhören, was die bisherigen Interessenten sagen“, erklärt Strütt, der sich beruflich verändert und künftig auch am Wochenende Dienste bei der Verbandsgemeinde in Waldfischbach schieben muss. „Für mich ist es wichtig, dass Fußball und Beruf zusammenpassen“, rückt Strütt die Prioritäten gerade. Er räumt aber auch ein, dass er dennoch gerne weiter auf hohem Niveau in der Verbandsliga spielen möchte.