Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer FKP-II-Trainer Jens Mayer: „Wir müssen viele, viele Dinge verbessern“

Seit Januar Trainer des FKP-Verbandsligateams: Jens Mayer (rechts), hier im Gespräch mit Präsident Jürgen Kölsch.
Seit Januar Trainer des FKP-Verbandsligateams: Jens Mayer (rechts), hier im Gespräch mit Präsident Jürgen Kölsch.

Eineinhalb Monate mit sechs Einheiten pro Woche sind vorüber, jetzt gilt es für die Verbandsliga-Fußballer des FK Pirmasens.

Einen Tag vor Heiligabend präsentierte der FK Pirmasens den neuen Trainer für seine zweite Mannschaft: Jens Mayer. Der 41-Jährige löste Stephan Schwarz ab und soll dafür sorgen, dass der FKP II auch nächste Saison in der Fußball-Verbandsliga spielt. Am Sonntag (15 Uhr) steht das erste Punktspiel unter seiner Regie beim TuS Hohenecken an. Benjamin Haag sprach mit Mayer.

Herr Mayer, Sie wollten nach dem Ende Ihrer Zeit beim SV Hermersberg im vergangenen Juni eine längere Fußball-Pause machen. Ein halbes Jahr später haben Sie das FKP-Verbandsligateam übernommen. Was hat Sie an dem Angebot so gereizt?
Ich hatte alle Anfragen geblockt. Für mich war aber klar, wenn eine Anfrage von Pirmasens kommt, dass das die einzige Anfrage ist, bei der ich mir Gedanken mache – auch weil ich vier Jahre beim FKP gespielt habe. Die U23 ist auch reizvoll, weil in der Jugend gute Arbeit geleistet wird. Ich kenne die Leute hier immer noch.

Was haben Sie in der Winterpause umgestellt?
Wir müssen an vielen Bereichen arbeiten, damit es so läuft, wie ich es mir vorstelle. Wir haben in der gesamten Vorbereitung – sechs Wochen lang – sechsmal pro Woche intensiv trainiert. Im Ausdauer- und Athletikbereich müssen wir viel arbeiten. Ein Ziel ist der Klassenerhalt, aber auch bis dahin werden wir nicht alles bereinigt haben. Die Mannschaft macht mir aber sehr viel Spaß.

Was ist neben dem Klassenerhalt Ihr primäres Ziel?
Wir wollen den Abstand zur ersten Mannschaft minimieren, damit wir Spieler in beiden Mannschaften einsetzen und uns gegenseitig aushelfen können.

Was muss die U23 auf dem Platz verbessern?
Wir müssen viele, viele Dinge verbessern. Wir wollen hoch anlaufen. Wir arbeiten viel an der Defensive, weil wir bisher zu viele Tore bekommen haben. Tim Braun ist dazugekommen. Er soll dazu beitragen, die Defensive zu stabilisieren. Auch in der Vorbereitung lief es nicht nur optimal. Wir wollen aber dranbleiben.

Einige Wochen vor der Winterpause wurde Julian Keuten als neuer Co-Trainer Ihres Vorgängers verpflichtet. Arbeiten Sie mit ihm weiter?
Wir kannten uns vorher nicht, es war aber eine Position, an der ich nichts ändern wollte.

Sind Sie mit Ihren Neuverpflichtungen zufrieden?
Einen Kader kann man immer noch mal verbessern. Mit Sicherheit wäre ein echter Stoßstürmer ein Wunsch von mir gewesen. Der Kader ist aber in Ordnung. Im Sommer kommen wieder viele Spieler aus der U19. Wir wollen uns überwiegend mit Spielern aus der A-Jugend verstärken.

Die Position als Trainer einer zweiten Mannschaft ist neu für Sie. Wie gehen Sie damit um?
Das ist etwas ungewohnt für mich, aber nichts, worüber wir reden müssen. Es ist natürlich anders, als wenn man in der Führungsposition in einer ersten Mannschaft ist. Daniel Paulus, Peter Rubeck und ich haben tagtäglich einen telefonischen Austausch, wir arbeiten eng zusammen. Es sind – positiv gemeint – drei Fußballbekloppte am Werk (lacht). Klar ist: Die erste Mannschaft geht vor.

Was erwarten Sie sich vom Spiel gegen Hohenecken?
Da geht es gegen einer meiner besten Freunde, gegen Dennie Reh. Da gingen schon diverse Whatsapp-Nachrichten hin und her, da sticheln wir auch mal (lacht). Hohenecken hat viele abgezockte Spieler. Es muss an dem Tag viel für uns passen. Aber ich kenne deren Schlüsselspieler.

ZUR PERSON

Jens Mayer wohnt mit Frau, Sohn und Tochter in Herschberg und arbeitet für die US-Streitkräfte in Ramstein als Einkäufer für Hoch- und Tiefbau. Mit dem Fußball begann er in Oberarnbach. In der A-Jugend spielte der schnelle Verteidiger bei der SG Blaubach-Diedelkopf. Über den SV Hermersberg ging es zum FK Pirmasens (vier Oberligasaisons, Vizemeister und Verbandspokalsieger 2010), dann zum SV Herschberg (fünf Jahre), für ein halbes Jahr zum SV Steinwenden und dann zurück nach Hermersberg (sieben Jahre bis Juni 2025). Als Spielertrainer und Trainer holte Mayer vier Meistertitel und brachte sowohl Herschberg als auch Hermersberg von der Bezirks- in die Verbandsliga. Seit Januar 2026 ist er Trainer des FKP II. peb

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