Pirmasens
Nachtragshaushalt: Kita-Kosten fressen Zinsersparnis auf
1,6 Millionen Euro muss die Stadt den kirchlichen Trägern von Kitas für die Jahre 2021 und 2022 nachzahlen. Weitere 2,4 Millionen für 2023 und 2024 folgen in den zwei folgenden Jahren. Im am Montag präsentierten Nachtragshaushalt frisst diese Nachzahlung die Zinsersparnis durch die vom Land übernommenen Liquiditätskredite, auch Überziehungszinsen genannt, komplett auf. Fast exakt die gleiche Summe hat die Stadt gespart, die jetzt an die kirchlichen Träger gehen. Dort ist die Stadt künftig komplett für die Personalkosten sowie weitere damit verbundenen Kosten zuständig.
Andreas Mühlbauer von der Stadtkämmerei berichtete im Hauptausschuss, dass zudem mit einem sinkenden Anteil an der Einkommensteuer von 257.000 Euro, Preissteigerungen bei Versicherung in Höhe von 105.000 Euro sowie gestiegenen Kosten im Jugendamt in Höhe von 690.000 Euro zu rechnen ist. Außerdem müsse die Stadt dem früheren Dienstherrn eines abgeworbenen Beamten eine Abfindung in Höhe von 250.000 Euro zahlen. Zusammen kommen die bisher nicht kalkulierten Mehrkosten auf knapp drei Millionen Euro, was nach Abzug der 1,6 Millionen Euro Zinsersparnis einen Fehlbetrag von 1,36 Millionen Euro ergibt. Für das laufende Jahr kalkuliert Mühlbauer nun mit einem Gesamtfehlbetrag von etwas mehr als 15 Millionen Euro, die als Kassenkredit wieder den Schuldenberg der Stadt erhöht.