Pirmasens Musikalische Kopien von Sebastian Bach bis „Pink Floyd“
Hinter dem Banner „White Strings“ stehen die beiden Gitarristen und Sänger Dirk Kühn aus Zweibrücken und Kai Stringer aus St. Wendel. Beide spielten als Akustik-Duo am Donnerstag erstmals in Pirmasens und sorgten dabei mit einem sehr abwechslungsreichen Programm für kurzweilige Unterhaltung in Eddi´s Kellerei.
Drei Stunden Spielzeit inklusive einer kurzen Pause servierte das bereits vor 17 Jahren gegründete Tandem den zahlreichen Besuchern. Und die sparten trotz einiger Schwachstellen nicht an Beifall. Sowohl Kühn als auch Stringer sind fest im Hard Rock und Heavy Metal verwurzelt. So spielte Kühn einst Schlagzeug bei „Cherokee“ und Stringer ist auch als Gitarrist bei den Melodic-Metallern von „Starchild“ aktiv, die 2014 mit der Band „Edguy“ auf ausgiebiger Deutschland-Tournee war und sogar beim weltbekannten „Wacken Open Air“ spielte. Doch auch die Classic-/Melodic-Rock und AOR beherrschen die beiden Musiker aus dem Effeff und begannen ihr Konzert mit dem Klassiker „Horse With No Name“ von „America“, bevor „Hymn“ von „Barclay James Harvest“ aus der Schatztruhe geholt wurde. Und spätestens bei „Another Brick In The Wall Pt. 2“ von „Pink Floyd“ wurde deutlich, dass Kühn und Stringer sowohl beim Gitarrenspiel als auch beim zweistimmigen Gesang exzellent miteinander harmonieren. Auch demonstrierte Stringer immer wieder mit sehr feinen Soli der Marke Ritchie Blackmore oder Michael Schenker, welch ausgezeichneter Gitarrist er ist. Ein doch schon sehr abgegriffenes aber noch immer beliebtes Lied wie das schmalzige „Stand By Me“ von Ben E. King aus den 60er Jahren fand ebenfalls den Weg auf die Setliste, bevor es mit einem Medley von „Bon Jovi“ wieder rockiger wurde. Die einstigen Chartbreaker „It´s My Life“ und „Livin’ On A Prayer“ stellten beide Musiker, die sich hier den Gesang teilten, vor so einige Probleme, da Superstar Jon Bon Jovi im Original extrem hoch singt, was viele Zuhörer im Hinterkopf haben. Da kann man als Cover-Duo nur verlieren. Gleiches gilt für „Here I Go Again“ von „Whitesnake“. Aber vor allem „Remember You“ von „Skid Row“ sollte das Duo unbedingt sein lassen, denn bei dieser US-Truppe sang einst das Vier-Oktaven-Stimmwunder Sebastian Bach. Tracks der Marke „Long Train Running“ von den „Doobie Brothers“, „Still Haven’t Found What I’m Lookin For“ und „One“ – beide von „U2“ –, „Free Falling“ (Tom Petty) oder Bluesrocker wie „Before You Accuse Me“ (Eric Clapton) hingegen sind für „Whites Strings“ wie gemacht. Mit Hilfe von Gastsängerin Filiz Ercan wurde dem Publikum dann auch noch ein kleines Schmankerl präsentiert. Die junge Dame sang gekonnt das schmissige „Fly Me To The Moon“ von Frank Sinatra und heimste dafür großen Beifall ein. Ercan bildet zusammen mit Kai Stringer auch das Duo „Kay-liz“. „Kyrie“ vom One-Hit-Wonder „Mr. Mister“ aus dem Jahr 1985 und das unverwüstliche „Sweet Home Alabama“ von „Lynyrd Skynyrd“ waren dann zwei weiteren Höhepunkte eines Laune machenden Auftritts, der im zweiten Abschnitt kaum Wünsche offenließ. Bis auf die Tatsache, dass das Duo künftig nur Songs ins Programm aufnehmen sollte, die man dann auch problemlos eins zu eins nachsingen kann, war dies ein kurzweiliger und Spaß machender Auftritt. Dies sahen die Konzertbesucher ebenso und bedankten sich mit viel Applaus für die Darbietung,