Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Modeladen „Schuhbidu“: Jetzt führt ihn eine ehemalige Kundin

Cornelia Seibert-Rein hat den Modeladen Schuhbidu in Pirmasens übernommen.
Cornelia Seibert-Rein hat den Modeladen Schuhbidu in Pirmasens übernommen.

Das Textilgeschäft „Schuhbidu “ in Pirmasens hat Neueröffnung gefeiert. Nach einem Vierteljahrhundert hat Andrea Wagner das Geschäft übergeben.

Andrea Wagner hat 25 Jahre lang viel Herzblut in den Modeladen „Schuhbidu“ in Pirmasens gesteckt. Nun war es jedoch für sie an der Zeit, den Schlüssel zu übergeben. Die neue Inhaberin Cornelia Seibert-Rein kennt sie schon seit Jahren als treue Kundin, mittlerweile sind beide befreundet. Seibert-Rein hat sich in ihrem beruflichen Leben mehrmals neu erfunden.

Ursprünglich stammt sie aus dem Hotelfach und hat 14 Jahre lang das „Wohnstübchen“ in Pirmasens geführt. In Sachen Einzelhandel ist sie somit keineswegs unbedarft. Im vergangenen Jahr sei sie von Wagner angesprochen worden. „Ich erfuhr, dass ihr Mann in Rente geht und sie deshalb kürzer treten möchte“, erläutert die neue Inhaberin.

Da sie schon seit Jahren ihre Kleider im „Schuhbidu“ kaufe, sei sie von der Idee begeistert gewesen, den Laden zu weiterzuführen. „In den letzten Monaten vor der Übernahme war ich dann schon bei Andrea Wagner angestellt. Das hat den Übergang leichter gemacht, vor allem für die Kundinnen“, erzählt Cornelia Seibert-Rein.

Der Ursprung war ein Schuhladen

Vor 25 Jahren hat der Modeladen in der Winzler Straße 173 mit dem Verkauf von Schuhen angefangen, später wurde das Sortiment um Alltagsmode für Frauen im mittlereren Alter erweitert. Alle 14 Tage komme neue Ware, die auch nach wie vor von der bisherigen Inhaberin Andrea Wagner verkauft wird. „Andrea wird mir stundenweise weiter unter die Arme greifen, so wird unsere Stammkundschaft auch in Zukunft auf bekannte Gesichter treffen“, sagt Seibert-Rein. Neben den beiden ist eine weitere Verkäuferin bei „Schuhbidu“ angestellt.

Im Thekenbereich hat die Wand einen neuen Anstrich bekommen, die Umkleidekabinen wurden aufgehübscht und auch die Sitzecke erstrahlt im neuen Glanz. Ansonsten soll im Modeladen alles beim Bewährten bleiben.

„Ich finde, für unsere Stadt ist es ein positives Zeichen, wenn Geschäfte übernommen werden anstatt zu schließen. Auch deshalb habe ich nicht lange überlegen müssen“, sagt Seibert-Rein. Der Schritt in die Selbstständigkeit sei natürlich mit Herausforderungen verbunden, „aber ich bin durchweg optimistisch und freue mich auf die kommende Zeit“.

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