Pirmasens Mitarbeiter sammeln Argumente gegen Schließung der Firma Nordson
Als „sehr offenes Gespräch“ bezeichneten der neu gewählte Betriebsratsvorsitzende der Firma Nordson, Christian Palavikas, und IG Metall-Referentin Sabrina Marx das Treffen mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat am Montag. Wie Palavikas auf RHEINPFALZ-Anfrage informierte, haben die Beschäftigten im Vorfeld die Alleinstellungsmerkmale des Nordson-Standorts Pirmasens herausgearbeitet, die es in keinem anderen Zweigwerk des amerikanischen Unternehmens gebe, weder vom Know-how her, noch von den Maschinen. Eventuell könnten Kunden verloren gehen, wenn sie diese Produkte nicht mehr von Nordson beziehen können. Wie Marx ausführte, war man sich einig, dass noch wirtschaftliche Zahlen fehlen, um zu analysieren, inwieweit diese Einzigartigkeit des Pirmasenser Standorts zu einer Fortführung der Niederlassung führen könnte. Deswegen habe der Betriebsrat den Beschluss gefasst, ein Wirtschaftsberatungsunternehmen einzuschalten. Wie in der RHEINPALZ berichtet, soll das Nordson-Zweigwerk im Erlenteich bis Jahresende abgewickelt und die Produktion in die USA und nach Thailand verlagert werden. 50 Mitarbeiter würden durch die Schließung des Pirmasenser Betriebs ihren Arbeitsplatz verlieren. Einige der Arbeitnehmer mussten bereits zum 31. Juli ausscheiden.
Künftig werde jeden Montag eine Betriebsratssitzung stattfinden. Dem dreiköpfigen Gremium gehören Christian Palavikas als Vorsitzender an, Stefan Weis als sein Stellvertreter und Sascha Leppig als Mitglied. Außerdem soll im zweiwöchigen Rhythmus ein Austausch mit der Geschäftsführung stattfinden. Die Gespräche würden „ergebnisoffen“ geführt, so Sabrina Marx.