Pirmasens Mehr Wille und bessere Fitness

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WIESBACH. Nach einem 4:2-Erfolg am Mittwochabend im Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen FC Höhfröschen steht der SC Weselberg II als Vizemeister der Fußball-C-Klasse Mitte und somit als Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur B-Klasse fest. Vor rund 550 Zuschauern in Wiesbach hatten die Weselberger zur Halbzeit noch mit 0:2 zurück gelegen.

Die Kicker von der Sickingerhöhe agierten zunächst sehr nervös. Für SCW-Spielleiter Wendelin Bold schien es, als würden sie „mit angezogener Handbremse“ spielen. Die „Frösche“ kamen dagegen gut ins Match und nutzten kurz vor der Pause auch die sich ihnen bietenden Chancen. Erst köpfte FCH-Top-Torjäger Timo Müller in die Maschen der Weselberger (40.), dann bugsierte der 47-jährige Spielertrainer Pascal Ott nach einem Solo aus dem Mittelfeld heraus den Ball aus 18 Metern unhaltbar zum zweiten Mal ins SCW-Netz (43.). „Nach dem Seitenwechsel haben wir dann das Fußballspielen eingestellt“, befand der mitspielende FCH-Vorsitzende Alexander Faust, der wegen einer Oberschenkelverletzung nach 40 Minuten ausgewechselt werden musste. Höhfröschen fand überhaupt nicht mehr statt. Weselberg, das Team mit dem deutlich niedrigeren Altersdurchschnitt, drehte mächtig auf. Zwar konnte die Reserve des A-Klässlers spielerisch nicht glänzen, doch mit starkem Willen und vor allem besser Physis sorgten sie für die Spielentscheidung. Bezeichnend dafür das 1:2 (59.) durch Julian Bold, der nach einer Ecke den Ball irgendwie ins Tor der „Frösche“ stocherte. Ein toller Freistoß von Robin Westrich brachte nur fünf Minuten später den 2:2-Ausgleich. Höhfröschen schien konditionell am Ende, während Weselberg, das häufig insbesondere seine Offensivkräfte austauschte (Rückwechsel sind in der C-Klasse erlaubt), weiter Powerfußball mit viel Engagement und lautstarker Unterstützung der ersten Mannschaft zeigte. Die Entscheidung fiel acht Minuten vor Spielende: Jonas Zimmermann (FCH) foulte Stefan Broschard – Elfmeter! Zwar war Höhfröschens Keeper Felix Groh beim Schuss von Bold noch mit den Fingerspitzen am Ball, doch er konnte nicht verhindern, dass der Ball in seine untere linke Ecke einschlug – 3:2 (82.). Höhfröschen setzte nun alles auf eine Karte, um den Ausgleich zu erzwingen. Das Risiko wurde nicht belohnt. In der Nachspielzeit nutzte Weselberg die sich ergebenden Räume, und Florian Graßmann schloss einen Konter zum 4:2 ab. „Man muss die Niederlage, so bitter sie ist, akzeptieren und Weselberg zur Leistung gratulieren“, sagte ein sichtlich enttäuschter Faust. Höhfröschen werde in der kommenden Saison einen weiteren Anlauf nehmen. „Wir hatten in der Halbzeit eigentlich nicht mehr so richtig daran geglaubt, aber die lautstarke Ansprache unseres Trainers Attila Baum hat sehr motivierend gewirkt. Die Spieler haben sich dann auch noch gegenseitig gepuscht“, erzählte SCW-Spielleiter Bold. Er sprach von einer sehr jungen Mannschaft, die stetig dazulerne und angesichts der nun anstehenden Aufstiegsrunde nur eine kurze Sommerpause haben werde. (ig)

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