Pirmasens
Mehr Sportangebote für die Stadt: Was ein Bewegungsmanager tut
„Die Affinität für Sport geht zurück“, befürchtet Tim Ruhstorfer. Der 30-Jährige, der hauptberuflich unter anderem als Marktmeister beim Stadtmarketing tätig ist, hat sich deshalb dazu entschieden, im Nebenjob zusätzlich die Rolle des Bewegungsmanagers in der Schuhstadt zu übernehmen. Seine Motivation: „Ich möchte den Bürgern mehr Möglichkeiten geben, sich sportlich zu betätigen und sich so bis ins Alter gesund und fit zu halten.“
Dass dieses Thema dem gebürtigen Zweibrücker ein besonderes Anliegen ist, kommt nicht von ungefähr. „Sport war schon immer mein Hobby“, sagt Ruhstorfer. Früher war er Judoka und Leichtathlet – bei letzterem schaffte er es bis in den Leistungssportbereich.
Jeden Donnerstag Kurse im Strecktal
Mehrere neue Sportangebote laufen bereits. Ein sehr erfolgreiches Beispiel ist „Sport im Park“. Von Juni bis August bieten Pirmasenser Fitnessstudios immer donnerstags verschiedene Sportkurse kostenlos für alle Altersgruppen im Strecktal an. „Das wird super angenommen. Pro Kurs kommen um die 80 Teilnehmer. Da sind wir schon ziemlich an der Auslastungsgrenze für die Trainer“, sagt Ruhstorfer. Andere Angebote würden sich noch über etwas mehr Zulauf freuen. Dazu zählen die Fußball- und die Sportabzeichengruppe. Beides findet jeweils dienstags um 17.30 Uhr in der Spesbach statt. Zumindest regulär – die Fußballer weichen, während der Platz in der Spesbach noch gesperrt ist, auf die Husterhöhe aus. „Das reicht von jung bis alt. Jeder, der Lust hat, kann einfach vorbeikommen“, betont der Bewegungsmanager.
Eine Ergänzung des Angebots im Sportpark Husterhöhe steht ebenfalls bereits in den Startlöchern. Dort soll bis zum Ende der Sommerferien eine sogenannte Calisthenics-Anlage entstehen. Heißt: Mit wenigen Geräten, etwa einer Klimmzugstange, ist es möglich, mit dem eigenen Körpergewicht an der frischen Luft Krafttraining zu machen.
„Leichte Wege“ für Familien und Senioren
Gespräche zu weiteren Ergänzungen laufen schon, wie Ruhstorfer verrät. Auf der Husterhöhe sei beispielsweise noch ein Padel-Tennis denkbar. Außerdem arbeite er an einem „Leichten Weg“. Dabei handelt es sich um ein Projekt von „Land in Bewegung“, um barrierearme, seniorengerechte und familienfreundliche Spazier- und Wanderwege aufzuzeigen. Die Kriterien: „Der Weg muss mit dem Rollator oder dem Kinderwagen machbar sein, sollte genügend Sitzgelegenheiten unterwegs bieten und keine große Steigung haben.“
Bewegungsmanager Tim Ruhstorfer freut sich, wenn Bürger mit Wünschen und Vorschlägen auf ihn zukommen. „Es muss aber machbar sein. Entscheidend ist neben dem finanziellen Aspekt auch die langfristige Nutzung eines neuen Angebots“, betont er. Besonders die rege Teilnahme an „Sport im Park“ sieht er als Beleg, dass sich die Arbeit lohnt: „Man sieht, dass man einen positiven Input geleistet hat, und das macht glücklich.“