Pirmasens Maurer nimmt das 1:1 auf seine Kappe

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ZWEIBRÜCKEN. Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Das war die meistdiskutierte Frage im Lager des FK Pirmasens nach dem 1:1 (1:1) im Fußball-Regionalligaderby beim SVN Zweibrücken. Denn der FKP war im Westpfalzstadion vor rund 750 Zuschauern, darunter gut 500 FKP-Anhänger, das bessere Team, hatte jedoch in der 84. Minute Massel, als SVN-Torschütze Jannik Sommer freistehend übers Tor schoss.

Wegen dieser Szene wirkte auch der gute Pirmasenser Abwehrorganisator Marco Steil nach dem Abpfiff nicht unglücklich. „Es war das Minimalziel wieder zu punkten. Wir können aber auch noch verlieren“, sagte der lange Innenverteidiger. Steil ärgerte sich jedoch über den vermeidbaren Ausgleichstreffer der Gastgeber in der 17. Minute: „Man darf nie abschalten.“ Yannick Bach hatte vor dem Treffer den Ball noch aus der Hälfte der stark beginnenden Pirmasenser zum eigenen Keeper zurückgespielt. Dann kam die Kugel zu Daniel Meisenheimer, der durfte von halbrechts im Mittelfeld unbedrängt flanken, Sommer stieg im Strafraum hoch und traf per Kopf aus gut zehn Metern in den rechten Winkel zum 1:1. „Diese Situation müssen wir verteidigen“, kritisierte FKP-Trainer Peter Tretter, dass die in Schlagweite zum Torschützen stehenden Marco Steil und Simon Maurer nicht eingriffen. Der Ex-Zweibrücker Maurer, der trotz allem auf der rechten Abwehrseite wieder ein gutes Spiel machte, nahm die Schuld auf sich. „Ich habe spekuliert, dass er die Flanke mit dem Fuß annimmt. Deshalb bin ich nicht bei ihm gewesen. Dann hat er ihn eben mit dem Kopf genommen“, erklärte Maurer das Malheur, das den Pirmasenser Spielfluss stoppte. Zuvor hatte „die Klub“ da weitergemacht, wo sie beim 3:0-Erfolg über Baunatal aufgehört hatte. Die Pirmasenser kombinierten prima, setzten den SVN unter Druck und erspielten sich Chancen. Nach Ecke von Patrick Freyer, der am Samstag wegen des aufmerksamen SVN-Verteidigers Nassim Banouas und wegen fehlender verwertbarer Anspiele nur selten ins Spiel fand, verpassten Alexander Heinze und der clever-schlitzohrig spielende Attila Baum die Führung (7.). Zwei Minuten später scheiterte wiederum Baum nach feinem Angriffszug über den wieder starken Sebastian Reinert und den meist unglücklich agierenden Robin Mertinitz. Dann aber schlug die Stunde von Reinert. „Mein erstes Regionalligator für den FKP“, sagte Reinert zum 1:0 und strahlte dabei. „Nach einem langen Ball fällt mir der Ball vor die Füße, und ich treffe ihn so, dass er rechts hoch im Netz einschlägt“, beschrieb der FKP-Spielführer sein Tor. „Nach dem 1:1 haben wir nur noch verwaltet“, ärgerte sich Reinert darüber, dass ein zweites Tor in der immer mehr verflachenden Partie einfach nicht gelingen wollte. „Jeder war darauf bedacht, keinen Fehler mehr zu machen“, analysierte Baum, warum es kaum noch Torchancen gab. Freyer hatte noch eine Chance, doch nach Baums Zuckerpass sprang ihm der Ball einen Tick zu weit vom Fuß, so dass SVN-Torwart Thorsten Hodel in höchster Not retten konnte (43.). Dass die Pirmasenser nach der Pause trotz spielerischer Überlegenheit Hodels Kasten nicht mehr richtig in Gefahr brachten, lag vor allem daran, dass, wie es Tretter formulierte, „der letzte Ball zu schlecht gespielt wurde“. So bekamen Mertinitz und Freyer den Ball in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle (47., 49.), Reinerts Freistoß war etwas zu lang für den bis zu seiner Auswechslung prima arbeitenden Christian Henn, und Freyers schlechter Pass auf den herrlich mitgelaufenen Reinert blieb in Zweibrückens Deckung hängen (86.). Brenzlig wurde es für den FKP nach der Pause, wenn der Beste im SVN-Trikot, der vom FC Nöttingen gekommene Liberianer Chris Roosevelt Jones, über die rechte Angriffsseite gehörig Betrieb machte. Er gab dem offensiv starken Mathäus Gornik so manches Rätsel auf. Wie in Minute 58, als er flanken durfte, aber David Jahdadic zum Glück für den FKP verpasste. Das Schlusswort bleibt dem verletzt zuschauenden Zweibrücker im FKP-Team, Dennis Gerlinger, vorbehalten: „Das Spiel müssen wir gewinnen. Der darf dort nicht zum Kopfball kommen. Wir haben fußballerisch zu wenig gezeigt.“

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