Pirmasens Manuela Metzger leitet Sozialpädiatrisches Zentrum
Für Metzger war schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt klar, dass sie gerne mit beeinträchtigten Menschen arbeiten möchte. „Ich bin mit ihnen aufgewachsen, das Zusammenleben war für mich immer selbstverständlich“, erzählt sie. Deshalb hat sie sich für ein Studium in Fulda entschieden: Sozialwesen mit dem Schwerpunkt auf Heil- und Behindertenpädagogik. „Das gab es damals nur an zwei Orten in Deutschland“, erzählt sie. Nach dem Studium führte sie ihr Weg zuerst zurück in die Westpfalz. Sowohl ihr Vorpraktikum als auch ihr Anerkennungsjahr absolvierte sie bei der Reha-Westpfalz. Schon damals habe ihr die gute Zusammenarbeit im Team imponiert.
„In Baden-Württemberg habe ich lange Jahre mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, die an der Schule nicht klargekommen und aus dem System gefallen sind“, berichtet sie. Später übernahm sie im Saarland Projekte in der Jugendarbeit. „Das hat mich bestärkt, ein weiteres, eher betriebswirtschaftlich und rechtlich geprägtes Studium anzuschließen“, so die SPZ-Leiterin. An der Technischen Universität Kaiserslautern absolvierte sie berufsbegleitend den Fernstudiengang „Management für soziale Einrichtungen“. Im Anschluss übernahm sie die Leitung eines Wohnheims für behinderte Menschen. Der Bezug zur Reha-Westpfalz riss aber in all den Jahren nie ab. Als die Leitungsstelle am SPZ ausgeschrieben wurde, entschloss sie sich zur Bewerbung.
Das SPZ ist Anlaufstelle für Eltern, deren Kinder Auffälligkeiten in der Entwicklung zeigen. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, und Heilpädagogen kümmert sich um die bestmögliche Versorgung. Von ihrer Außenstelle in Pirmasens hat Metzger ein sehr positives Bild. „Wir sind mit Kooperationspartnern wie der Kita St. Elisabeth und der Pirminiusschule bestens vernetzt“, unterstreicht sie. Durch die Heinrich-Kimmle-Stiftung sei das Angebot für Beeinträchtige in Pirmasens und die Südwestpfalz sehr breit aufgestellt und wir können den Menschen zielgerichtete Angebote vor Ort bieten, betont die 51-Jährige. „Dieser Aspekt ist in unserer Arbeit sehr wichtig“, sagt sie und ergänzt: „Damals wie heute gefällt mir, dass wir beim SPZ immer Menschen und ihr Umfeld sehr genau im Auge haben.“ Den Schritt in die Leitungsfunktion und zurück in die Westpfalz hat sie bislang keinen Tag bereut.