Pirmasens Mammutprojekt bringt zwei Tage Spitzensport
«WALDFISCHBACH-BURGALBEN.» Tischtennis auf höchstem Niveau gibt es am Samstag und Sonntag in der Bruchwiesenhalle Waldfischbach-Burgalben zu sehen. Jeweils ab 9 Uhr wird dort das Top-48-Bundesranglistenfinale der Damen und Herren ausgespielt. Neben der in Merzalben beheimateten Tanja Krämer vom Bundesligisten TV Busenbach hat sich auch Anika Links (1. TTC Pirmasens) qualifiziert.
Ein Mammutprogramm hatte die SG Waldfischbach in den vergangenen Monaten zu absolvieren. „Wir treffen uns seit einem Jahr jeden Monat mindestens einmal, um alles zu organisieren“, erklärt Bernd Kesselring von der SGW, der eigens für das Turnier Pressearbeit übernimmt. Neben Abteilungsleiter Walter Franz und dem beim SGW spielenden Vizepräsident Sport des Pfälzischen Tischtennisverbandes (PTTV), Peter Baumann, sind rund 50 Helfer für Logistik und Organisation eingeteilt. „Wir sind durch den Bruchwiesencup einiges gewohnt. Aber das ganze Drumherum, was es beim Deutschen Tischtennisverband noch zu erledigen gibt, ist schon noch mal was anderes“, fügt Kesselring an. Heute beginnt der Aufbau, für uns ist das Turnier am Montagabend erst beendet“, so Baumann. Das Mammutprojekt für die SGW bringt zwei Tage voller Spitzensport. Bundesligaspieler, soweit das Auge reicht, mit Tanja Krämer sogar eine Lokalmatadorin. Die in Merzalben wohnende gebürtige Mainzerin ist absolute Topfavoritin. Obgleich die 29-fache Nationalspielerin zwar gerne den dritten Erfolg in Serie beim Top 48 einheimsen will, stapelt sie vorab etwas tief. „Ich hatte keinen so guten Start in die Saison. Auch das Training läuft etwas holprig. Mit einem Platz unter den ersten Drei wäre ich schon zufrieden“, sagt die Bundesligaspielerin des TV Busenbach, die am Wochenende in der Partie gegen die DJK Kolbenmoor gleich einen Härtetest zu absolvieren hatte. Gegen Kristin Lang (früher Silbereisen) und Sabine Winter verlor sie zwar, hatte aber mit das Beste, was der deutsche Tischtennissport zurzeit zu bieten hat, als Gegner. Die Deutsche Vizemeisterin im Einzel und Doppel geht dennoch selbstbewusst ins Turnier. „Wer hier gewinnen will, der muss mich schon schlagen.“ Anika Links’ Chancen schätzt Krämer diesmal noch nicht ganz so gut ein. „Es ist schon super, dass sie sich überhaupt für das Turnier qualifiziert hat. Es war aber sehr stark, dass sie das Top-10-Turnier in der Pfalz gewonnen hat.“ Ein wenig Missmut kommt bei Krämer hinsichtlich der Turnierbesetzung auf. „Ich verstehe schon, dass die Spitzenspieler bei ihrem vollen Terminplan nicht mitspielen. Andere bekommen die Quali für die Deutsche Meisterschaft geschenkt, obwohl sie im Aktivenbereich noch nichts erreicht haben“, erklärt Krämer und zielt beispielhaft auf die 21- jährige Nationalspielerin Yuan Wan und Chantal Mantz (22) die beide für den Bundesligisten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim auflaufen. „Ich belege seit Jahren immer wieder Spitzenplätze und spiele das Turnier jedes Jahr“, fügt Krämer an. Die größte Konkurrenz kommt mit Jessica Göbel aus Krämers Verein TV Busenbach. Bei den Herren wird der PTTV durch Lasse Becker (TSG Kaiserslautern) vertreten. Er ist wie Anika Links Außenseiter. Der Regionalligaspieler sieht sich bei den Herren einer Fülle von Bundesligaspielern gegenüber. „Das Feld bei den Herren ist super besetzt“, lobt Krämer und verweist auf Alexander Flemming (TV Hilpolstein) und Gianluca Walther (1. FC Köln). Mit Mike Hollo (TuS Fürstenfeldbruck) ist zudem der Dritte der Schüler-Europameisterschaft 2018 am Start sowie der beste Jugendnachwuchsspieler des DTTB, Fan Bo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) . Am Samstag werden Vor- und Zwischenrunde absolviert. Am Sonntag folgen die Endrundenspiele.