Südwestpfalz Lua-Inzidenzzahlen: Pirmasens wieder knapp unter 100

Kommen noch mehr Corona-Fälle hinzu, könnten die Lockerungen Mitte nächster Woche schon wieder in Gefahr sein.
Kommen noch mehr Corona-Fälle hinzu, könnten die Lockerungen Mitte nächster Woche schon wieder in Gefahr sein.

Genau 4500 Südwestpfälzer sind es nun, die seit Beginn der Pandemie, Stand Freitagmittag, positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet wurden. Am Freitag hatte das Gesundheitsamt 19 neue Fälle gemeldet: in Pirmasens (6 neu), Zweibrücken (7) sowie in den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (1), Rodalben (1), Thaleischweiler-Wallhalben (1), Waldfischbach-Burgalben (2) und Zweibrücken-Land (1). Aktuell gelten im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes 363 Corona-Fälle als aktiv.

Das Landesuntersuchungsamt (Lua) sieht den Landkreis bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 74, Pirmasens bei 97 und Zweibrücken bei 91. Das ist deshalb wichtig – besonders für Pirmasens –, weil die Lua-Zahlen am Folgetag die Statistik des Robert-Koch-Instituts bestimmen, die wiederum maßgeblich für die Bundesnotbremse ist. Klettern die Inzidenzwerte erneut über die 100er-Marke und bleiben dort drei Tage lang, dann könnte Mitte nächster Woche schon Schluss sein mit den Lockerungen, die am Sonntag greifen sollen. Zum Vergleich: Am Freitag rechnete das RKI in Pirmasens noch mit einer Inzidenz von 82 – es kommt also innerhalb eines Tages zu einer deutlichen Steigerung.

Wie die Kreisverwaltung berichtete, erhält das Gesundheitsamt derzeit viele Anfragen von Südwestpfälzern, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten und genesen sind. Diese Einwohner möchten, dass das Amt ihnen einen positiven Corona-Nachweis ausstellt. Laut Verwaltung ist dafür keine Anfrage nötig: „Alle der Kreisverwaltung gemeldeten positiv getesteten Personen erhalten automatisch eine Testbescheinigung.“ Das Dokument werde den Betroffenen so schnell wie möglich zugesandt, soweit der positive PCR-Test maximal sechs Monate zurückliegt. Unabhängig davon könne als Nachweis des positiven Testergebnisses der schriftliche Nachweis von einem Labor oder auch ein digitaler Nachweis verwendet werden. Durch die vielen Anrufe in dieser Sache, die Mitarbeiter binden, „verzögert sich nur die Zeit, bis sämtliche Bescheinigungen ausgestellt werden können“, so die Verwaltung.

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