FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel „Landesligateam mit Substanz“: Trainer Jung über sein neues Engagement in Weselberg

Am Sonntag „neutraler Beobachter“ beim Spiel der alten gegen die künftige Mannschaft: Denis Jung.
Am Sonntag »neutraler Beobachter« beim Spiel der alten gegen die künftige Mannschaft: Denis Jung.

Nach sechs Jahren als Trainer beim SV Hinterweidenthal, den er in die Fußball-Landesliga führte und dort etablierte, legte Denis Jung nach der vergangenen Saison auf eigenen Wunsch eine Pause ein. Zur neuen Saison übernimmt der 46-jährige Pirmasenser – wie kurz berichtet – den Landesligisten SC Weselberg, der am Sonntag bei Jungs früherem Verein um Punkte kämpft. Peter Seibel sprach mit dem Rückkehrer auf die Trainerbank.

Hallo Herr Jung, wurde es Ihnen in der Pause langweilig oder waren Sie einfach wieder heiß auf Fußball?
Ich hatte ja gesagt, dass ich ein Jahr pausiere. Das ziehe ich auch durch. Ein halbes Jahr bleibt ja noch. Dann sind meine Akkus wieder voll aufgeladen, und ich greife wieder an. Die Pause tut mir sehr gut. Aber ganz ohne Fußball geht es nicht. Ich habe in dieser Saison bereits siebenmal als Stand-by-Spieler beim SV Ruhbank ausgeholfen.

Wie haben Sie die Pause genutzt?
Etwas ganz Besonderes habe ich nicht gemacht. In erster Linie habe ich es genossen, meine Freizeit völlig unabhängig gestalten zu können. Der Freiraum – vor allem an den Wochenenden – war schon angenehm.

Was gab den Ausschlag für den SC Weselberg?
In erster Linie die Mentalität und Qualität der Mannschaft. Das ist ein Landesligateam mit Substanz. Das hat mich gereizt. Das erste zweistündige Gespräch mit den Verantwortlichen ist zudem sehr harmonisch verlaufen. Weselberg ist – ähnlich wie Hinterweidenthal – ein Fußballdorf. Das ist genau mein Ding.

Nach Startproblemen hat Weselberg in der neuen Liga Fuß gefasst. Welche Perspektiven hat Ihr neuer Verein?
Mittelfristig wollen wir den Verein in der Landesliga etablieren. Ziel muss es sein, den vorhandenen Kader zusammenzuhalten und vielleicht noch gezielt zu ergänzen.

Und wie beurteilen Sie die Arbeit Ihrer Nachfolger in Hinterweidenthal?
Ausgezeichnet! Die machen das richtig gut. Aber das wusste ich schon vorher. Sie gehen gut durch die bisherige Runde und stehen auf einem gefestigten Tabellenplatz.

Wem drücken Sie am Sonntag die Daumen?
Ich schaue auf alle Fälle zu und werde das Spiel genießen. Am Sonntag bin ich neutraler Beobachter. Nächstes Jahr wird es sicher impulsiver zugehen. Ich pflege nach wie vor enge Kontakte zu Hinterweidenthal und hege große Sympathie für den Verein, und das wird auch immer so bleiben.

ZUR PERSON: Denis Jung

Alter: 46 Jahre

Wohnort: Pirmasens

Beruf: Industriekaufmann, arbeitet als Gebietsverkaufsleiter für das Schokoladeunternehmen Wawi

Spielerstationen: FK Pirmasens (gesamte Jugend und erste Herren-Jahre mit rund 20 Oberliga-Einsätzen), FC Dahn (Verbands- und Landesliga) und FC Münchweiler (Bezirksliga)

Stationen als Trainer: SV Ruhbank, SSV Höheinöd (jeweils Spielertrainer in der B-Klasse), SV Hinterweidenthal (ab 2016 in Bezirks- und Landesliga)

Erfolge als Spieler: Landesligameister (1995) und Verbandsligameister (1997) mit dem FKP.

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

Landesliga: SV Rodenbach - SF Bundenthal, SV HInterweidenthal - SC Weselberg (beide Sonntag, 14.45 Uhr), SC Hauenstein - SG VfR Kirn/SC Kirn-Sulzbach (Sonntag, 15 Uhr), SG Rieschweiler - SG Eintracht Bad Kreuznach (Sonntag, 15.15 Uhr)

Bezirksliga: FC Fehrbach - FC Queidersbach, SpVgg Waldfischbach-Burgalben - SV Alsenborn, SG Eppenbrunn - SG Oberarnbach/Obernheim-Kirchenarnbach/Bann (alle Sonntag, 15 Uhr).

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