Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis Pirmasens/Zweibrücken: Die Kritikpunkte des Schiedsrichter-Obmanns

Ehrungen beim Neujahresempfang der Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken in Clausen: von links Kreisschiedsrichterobma
Ehrungen beim Neujahresempfang der Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken in Clausen: von links Kreisschiedsrichterobmann Sascha Geisler, Thorsten Ecker, Alexander Seiberth, Cedric Nana, Marc-Kevin Schaf, Peter Deliargyris, Jürgen Fitzner, David Schwinzer, Markus Adam, Christian Manfred Dully, Florian Stahl, Ehrenamtsbeauftragter Thomas Seiler, Ausschussmitglied Steffen Schwarz und Lehrwart Julien Belzer.

Vor- und Nachteile der angepassten Hallenregeln sieht der Schiedsrichterobmann des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken, Sascha Geisler.

Positiv sei, dass Spiele wieder von einem einzelnen Schiedsrichter geleitet werden können, sagt Geisler. Kritisch betrachtet er hingegen die Abschaffung der Zwei-Minuten-Zeitstrafe und verweist auf entsprechendes Feedback von Spielern, Trainern und Zuschauern. Ein weiteres Problem sei das Zählen der kumulierten Fouls durch die Turnierleitung. Geisler: „Oft wissen die Verantwortlichen trotz vorheriger Absprachen nicht, was als kumuliertes Vergehen zählt. Das führt zu falschen Zählständen und lenkt den Unmut von Spielern und Zuschauern auf die auf dem Feld stehenden Schiedsrichter.“

Im Jahr 2025 pfiffen die 100 Schiedsrichter des Kreises insgesamt 3241 Partien. Etliche Unparteiische hatten dabei mehrere Einsätze pro Woche oder sogar pro Tag, während 21 Schiedsrichter nur zehn oder weniger Spiele leiteten. Knapp 50 Begegnungen mussten benachbarte Kreis-Schiedsrichtervereinigungen übernehmen, um Spielausfälle zu vermeiden. Trotz dieser Hilfe konnten im abgelaufenen Jahr 21 Partien im Kreis nicht mit einem offiziellen Schiedsrichter besetzt werden. Geisler lobt zwar den positiven Trend der vergangenen drei Jahre, in denen über 30 neue Schiedsrichter ausgebildet wurden, stellt aber auch fest, dass einige Neulinge nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Gleichzeitig haben erfahrene Referees aus Alters-, Berufs- oder Gesundheitsgründen aufgehört.

Ein Oberliga-Referee

Der Kreis stellt aktuell mit Julien Belzer aus Münchweiler einen Schiedsrichter für die Oberliga, in der er in der dritten Saison Spiele leitet. Zudem gehört er als Assistent zum Regionalliga-Perspektivkader. Der Zweibrücker Florian Stahl pfeift in der Verbandsliga. Er ist zudem als Assistent in der Regionalliga im Einsatz, und er wurde erneut für die deutschen Futsal-Meisterschaften berufen. Seit Saisonbeginn ist neben David Schwinzer (Münchweiler) und Timo Kustes (Pirmasens-Erlenbrunn) nun auch Louis Ehmann (Münchweiler, FC Höhfröschen) als Schiri in der Landesliga aktiv. Schwinzer und Kustes waren im Mai als Assistenten beim A-Junioren-Verbandspokalfinale zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FSV Mainz 05 vor 1400 Zuschauern im Einsatz. Maren Fuchs aus Hermersberg pfeift Partien der Frauen-Regionalliga). Im Mai leitete sie das B-Juniorinnen-Pokalendspiel des Südwestdeutschen Fußballverbands in der Wormser EWR-Arena.

EHRUNGEN

  • SWFV-Schiedsrichter-Ehrennadel in Bronze: Cedric Nana (Zweibrücken), David Schwinzer (Münchweiler) für zehn Jahre Schiedsrichter-Tätigkeit
  • SWFV-Schiedsrichter-Ehrennadel in Silber: Jürgen Fitzner (Zweibrücken) für 20 Jahre
    • 25 Jahre Schiedsrichter-Tätigkeit: Markus Adam
    (Martinshöhe)
    • SWFV-Schiedsrichter-Ehrennadel in Gold: Thorsten Ecker (Hermersberg) und Alexander Seiberth (Zweibrücken) für 30 Jahre
    • „Danke Schiri“: U50: Peter Deliargyris (Rodalben); Ü50: Alexander Seiberth
    • DFB-Preis „Junges Ehrenamt“: Florian Stahl
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