Pirmasens Kommandowechsel im Depot
Oberst Jonathan B. Butler löst als neuer Kommandeur von USAMMCE (dem amerikanischen medizinischen Nachschubdepot) auf der Husterhöhe den bisherigen Standortleiter, Oberst Timothy D. Walsh, ab. Walsh geht nach zwei Jahren mit seiner Familie zurück in die USA, nach Maryland.
Gestern fand die Zeremonie „Passing of the Colors“ auf dem fußballfeldgroßen Platz vor der Kommandantur statt. Es ist eine amerikanische Militärtradition, die bis zum Bürgerkrieg zurückreicht. Eigens aus den Staaten angereist war Generalmajorin Barbara R. Holcomb, Kommandierende der US Army Medical Research und Material Command (USAMRMC, der medizinische Materialentwickler der United States Army) mit Hauptquartier in Fort Detrick, Maryland. Holcomb begleitete den Kommandowechsel, der mit der Übergabe der Einheitsfarben symbolisiert wurde. Traditionell wurden dadurch auch die Übertragung der Mission in neue Hände, die innere Einstellung und das Wohlergehen des Personals versinnbildlicht. Vor der eigentlichen Feier überreichte die Generalmajorin im Auftrag des medizinischen Oberkommandos der Army Oberst Walsh einen Orden für seine hervorragende Arbeit bei der Führung des Depots. Er habe mit seiner Mannschaft 700 Kunden und 200.000 Patienten, Ärzte und Privatleute in Europa, Afrika und Teilen Asiens unterstützt. Der Pirmasenser Beigeordnete Michael Schieler, der in Vertretung von Oberbürgermeister Bernhard Matheis an der Zeremonie teilnahm, übergab Walsh die Landgrafenmedaille in Anerkennung besonderer Verdienste für das Gemeinwohl. „Ich möchte Colonel Walsh danken für seine Arbeit in Pirmasens. Er war der Chef von 250 Personen, amerikanischen Soldaten, amerikanischen und deutschen Zivilangestellten. Er hat die jahrzehntelange Tradition in Pirmasens fortgesetzt, denn seit 1949 sind amerikanische Soldaten zu Gast in unserer Stadt. Als Kommandeur hat er zur Festigung der Freundschaft zwischen Deutschland und Amerika beigetragen“, erklärte der Beigeordnete. Die Stadt Pirmasens sei zu seiner zweiten Heimat geworden, sagte der Oberst. Er freue sich, dass er dazu beitragen konnte, das Verhältnis zwischen Deutschen und Amerikanern zu festigen. Pirmasens werde er in guter Erinnerung behalten. Im Übrigen sei ihm Landgraf Ludwig IX., der Pirmasenser Stadtgründer, kein Unbekannter, versicherte Oberst Walsh gestern Vormittag. „Schon sehr oft sind wir an seiner Statue am Exerzierplatz vorbeigerannt“, erzählte er.