Pirmasens Klasse Umschaltspieler und Straßenfußballer

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WESELBERG. „Wir möchten alles gewinnen, was man gewinnen kann: jedes Spiel, den Pokal und die Meisterschaft.“ So deutlich wie kaum ein anderer Trainer formuliert Attila Baum, der Coach des Fußball-A-Klässlers SC Weselberg, seine Ziele. Bis dato ging die Rechnung des ehemaligen Regionalligaspielers auf. Der SCW gewann bisher alle Punkt- und Pokalspiele.

Zuletzt gelang gar ein 10:0-Sieg gegen Palatia Contwig. „Die Contwiger waren verunsichert und hatten nicht den besten Torwart“, sagt Baum dazu. Gleichwohl solle dies die Leistung seiner Mannschaft nicht schmälern. Und der 29-Jährige glaubt genau zu wissen, was seine Elf stark macht. Es sei „die mannschaftliche Geschlossenheit“ vom Torwart bis zum Ersatzspieler. Dies sei wohl auch dadurch bedingt, dass sich alle Spieler sehr gut kennen, weil fast alle waschechte Weselberger sind und von Jugend an gemeinsam kicken. Lediglich die Wiegen von Torwart Steffen May, Baums Bruder Alexander und Fabian Baumann, der aus Steinalben kommt, standen nicht in Weselberg. Attila Baum hat auch einige Positionen in seinem Team geändert. So ackert derzeit Sebastian Schütz, eigentlich ein Mittelfeldakteur mit strategischem Gespür, als Sturmspitze und legt als solche dem zurzeit überragend spielenden Kevin Büchler die Bälle auf. „Kevin hat einen ganz feinen linken Fuß und verfügt, obwohl er nicht der Größte ist, über ein sehr gutes Kopfballspiel“, lobt Baum den 21-jährigen Maschinenbauer, der in den ersten vier Begegnungen bereits zehnmal traf. Ein überragender Wert. Letzte Saison hatte Büchler bei 22 Einsätzen 16 Treffer erzielt. „Ich bin total zufrieden. Die Zehn ist genau meine Position“, merkt Büchler dazu an. Er habe auf dem Platz alle Freiheiten, die sich ein Spieler wünschen könne, nehme diese aber gar nicht so wahr, weil er stets intensiv nach hinten mitarbeitete, berichtet sein Trainer. Was den Weselberger Top-Torschützen allerdings so stark mache, sei sein klasse Umschaltspiel, „das wahrscheinlich keiner in der Klasse so beherrscht wie er“, so Baums Einschätzung. Büchler sei „ein perfekter Straßenfußballer“, den man nicht in ein taktisches Konzept pressen, sondern seine Spontaneität ausleben lassen solle. Dann sei er fast nicht zu stoppen. Über einen Wechsel zu einem höherklassigen Verein denkt Büchler nach eigenen Worten „überhaupt nicht“ nach. „Ich fühle mich hier sehr wohl, und meine ganze Konzentration gilt dem SCW“, schiebt der junge Torjäger nach. Es sei ihm „völlig egal, wer bei uns die Tore schießt – die Hauptsache ist, wir gewinnen“. Als A-Junior hat Büchler in der Jugendspielgemeinschaft mit dem SV Hermersberg bereits einige Einsätze für den SVH in der Landesliga hinter sich gebracht, sich dann aber ohne zu zögern dazu entschlossen, mit Beginn seiner Herren-Zeit in der B-Klasse für seinen Heimatverein Weselberg zu kicken, mit dem er dann auch aufstieg. Er fühle sich im Moment top fit. Auch darin sei seine derzeitige gute Form begründet. Am Sonntag muss der mit vier Siegen gestartete SCW zur neuen Spielgemeinschaft Knopp/Wiesbach. Vorige Saison wurde die Partie Knopp gegen Weselberg nach Faustschlägen abgebrochen und für den SCW als gewonnen gewertet. „Das ist auch deren Kerwespiel“, weiß Baum, dass es ein Fehler wäre, die SG Knopp/Wiesbach daran zu messen, dass sie bisher nur einen Punkt ergattert hat. Der fünfte Spieltag Samstag, 16 Uhr: Großsteinhausen - Hermersberg II. Sonntag, 15 Uhr: Hochstellerhof - Winzeln, Contwig - Bottenbach, Fischbach - Battweiler/Reifenberg, Leimen - Obersimten, Ixheim - Waldfischbach, Petersberg - Herschberg II. Sonntag, 16.30 Uhr: Knopp/Wiesbach - Weselberg. |ig

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