FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Kicken für die Hochzeit: Interview mit Attila Baum vom SC Weselberg

Vor einem Jahr hatten die Weselberger Fußballer ihren Erfolgstrainer Attila Baum verabschiedet, nun ist der Ex-Regionalligaspiel
Vor einem Jahr hatten die Weselberger Fußballer ihren Erfolgstrainer Attila Baum verabschiedet, nun ist der Ex-Regionalligaspieler zurück – als Stürmer.

Vor fünf Jahren beendete Attila Baum, damals beim FK Pirmasens Mitglied des Regionalligakaders, wegen anhaltender Knieprobleme seine Spielerkarriere. Nun ist er 34 und spielt wieder regelmäßig in der Bezirksligamannschaft des SC Weselberg Fußball. Peter Seibel sprach mit dem Inhaber einer Bodenbelagsfirma auch über die kuriosen Gründe seines Comebacks.

Herr Baum, Sie spielen seit Beginn dieser Runde wieder regelmäßig in der Weselberger Bezirksligamannschaft, deren Trainer Sie bis Sommer 2019 waren. Wie kommt’s?
Das ist einfach zu erklären. Ich hatte ja in der letzten Winterpause schon damit angefangen. Dann kam leider Corona dazwischen. Ziel war es, wieder regelmäßig Sport zu treiben und bis zu meiner Hochzeit im August zehn Kilo abzunehmen. Das habe ich auch geschafft. Trainer Felix Assel ist ein guter Freund, mit dem mich ständig im Austausch befinde. Er tut der Mannschaft gut. Pablo Geßner und Nico Schauß sind weg, Julian Bold ist noch verletzt. Daher unterstütze ich die Mannschaft gern.

Früher waren Sie im zentralen Mittelfeld zu Hause. Warum spielen Sie aktuell im Angriff?
Ich bin jetzt nicht der reine Mittelstürmer, sondern lasse mich auch mal zurückfallen. Das passt ganz gut zu mir. Wenn Bold wieder zurück ist, ist es auch okay, wenn ich nur 30 Minuten spiele.

Und das lädierte Knie hält?
Ich spüre das schon und hatte auch nach dem Spiel am Mittwoch Beschwerden. Es ist klar, dass ich irgendwann ein künstliches Kniegelenk benötige. Daher habe ich für mich entschieden, die Zeit bis dahin, so lange es eben geht, zu nutzen.

Was machen Ihre Pläne, diverse Trainerscheine zu erwerben?
Auch das wurde von Corona blockiert. Eigentlich wollte ich im April bei Herrn Schlösser in der Verbandssportschule in Edenkoben noch einige Stunden für den Elite-Jugendschein ableisten. Dann kam ja auch noch die Hochzeit. Daher habe ich das ins nächste Jahr verschoben. Ich erzwinge das nicht.

Wie ist Ihr momentanes Verhältnis zum FK Pirmasens, bei Sie vor knapp einem Jahr als Sportlicher Leiter ausgeschieden sind? Gehen Sie noch ins Stadion?
Das letzte Spiel habe ich nur via Internet verfolgen können. Aber natürlich werde ich wieder Spiele im Stadion verfolgen. Ich stehe nach wie vor mit vielen Spielern im Kontakt. Die Verbundenheit zum Verein ist immer noch groß.

Weselberg hat – nicht zuletzt nach dem Pokalerfolg gegen Hinterweidenthal – viel Lob erhalten. Was trauen Sie dem Team zu, das am Sonntag um 15.15 Uhr Tabellenführer TSG Trippstadt empfängt?
Ich finde die aktuelle Regelung mit Auf- und Abstiegsrunde spannend. Jede Begegnung ist praktisch ein Sechs-Punkte-Spiel. Und es gibt viele Derbys. Das Team ist gut gestartet, das Ziel Aufstiegsrunde ist klar. Aber meiner Meinung besteht auch die Chance, ganz vorne zu landen.

WEITERE BEZIRKSLIGASPIELE

Sonntag, 15 Uhr: SG Rieschweiler II - SV Battweiler

Sonntag, 15.15 Uhr: SG Oberarnbach/Obernheim-Kirchenarnbach/Bann - SV Herschberg

Spielfrei: FK Clausen.

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