Fußball
Jugend-Kreispokalfinals in Pirmasens: Diego Bassos Siegprämie und eine Braut auf dem Platz
„Eine solche Zuschauerkulisse hatten wir noch nie bei unseren Pokalfinaltagen.“ Dies sagte der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, Thomas Bauer, und strahlte mit der immer wieder über dem Rasen des SV Rot-Weiß Pirmasens durchblitzenden Sonne um die Wette. TuS Heltersberg (U11), JSG Grenzland/Rieschweiler (U13), FK Pirmasens (U15/U17) und SG Rieschweiler (U19) heißen die Jugend-Kreispokalsieger 2026. Zeitweise belebten 400 Zuschauer den Sportplatz „In den Tannen“.
Der Landesliga-Sechste aus Rieschweiler stand hinten sicher, hatte in Keeper Colin Schöfer einen sicheren Rückhalt und vorne mit Max Ziehl, Mattis Schäfer, Paul Brand und jenem Diego Basso schnelle Angreifer. In der 25. Minute spielte Mattis Schäfer den präzisen Steckpass in den Lauf von Basso, der überlief die JSG-Innenverteidiger, ließ auch noch Keeper Lennart Friedrichs aussteigen, vollstreckte zum 1:0 und jubelte mit zwei blitzsauberen Flickflacks. Ähnlich das 2:0 (33.): Der lange Ball auf Basso sprang noch auf, der Stürmer aus Rodalben, der bis zur Winterpause noch für den FKP gespielt hatte, köpfte das Spielgerät über den herauslaufenden Friedrichs ins Tor. Die Angriffsversuche der SG Hermersberg/Rot-Weiß verpufften, da die Stürmer die hohen Bälle nicht unter Kontrolle brachten. Fehler im Spielaufbau zogen stets gleich gefährliche Angriffsaktionen von Rieschweiler nach sich. Doch dann kam sie, die Torchance für den Hermersberger Luis Dahler, der aber aus fünf Metern genau auf Keeper Schöfer köpfte.
Dreifach-Chance kurz vor Schluss
Nach der Halbzeitpause initiierte der gerade eingewechselte Raphael Schüngel eine Strafraumaktion für den Landesligavierten. Einen Kopfball des Hermersbergers Levin Könnel aus fünf Metern entschärfte Keeper Schöfer mit toller Reaktion. Auf der anderen Seite blieb Schlussmann Friedrichs Sieger gegen den wieder einmal durchgebrochenen Basso, und ein Schuss von Brand zischte knapp am langen Pfosten vorbei.
Dann das Anschlusstor: Schüngel in den Lauf von Dahler, der rutschte in den Ball und lenkte ihn an Keeper Schöfer vorbei ins Netz. Da waren noch acht Minuten zu spielen. Die JSG setzte alles auf eine Karte und hatte eine Dreifach-Chance. Der Freistoß des Hermersbergers Phil Könnel wurde erst abgeblockt, dann bebte die Latte, und den Abpraller schoss Raphael Schüngel in die Wolken. Dann ertönte der Abpfiff.
„Die Basis für den Pokalsieg haben wir in der ersten Halbzeit gelegt. Am Ende war es ein Nervenspiel, und das Glück war auf unserer Seite“, sagte Rieschweilers Co-Trainer Ralf Knecht, der anstelle des verhinderten Dustin Kaufeld coachte. „Unsere Jungs haben bis zum Schluss alles versucht. Aber wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen, waren zu nervös vor dieser Kulisse“, zog der Trainer aus Hermersberg, Alexander Lechner, sein Fazit. Siegtorschütze Basso erzählte: „Ich hatte mit Kumpels gewettet. Durch meine zwei Treffer habe ich zwei Pizzen und einen Döner gewonnen.“