Fußball
Jetzt Spieler in Hermersberg: Die etwas außergewöhnliche Karriere von Kai Schacker
Es lief am 21. August 2016 in Pirmasens, seiner Heimatstadt, im Stadion Husterhöhe die 72. Spielminute des DFB-Pokal-Spiels SC Hauenstein gegen Bayer Leverkusen, als beim SCH Kai Schacker eingewechselt wurde. Kevin Volland, Karim Bellarabi, Benjamin Henrichs oder Jonathan Tah, allesamt Nationalspieler waren damals die Gegenspieler bei Leverkusen. „Das war – mit dem Sieg im Verbandspokal – schon mein Karriere-Highlight“, sagt Schacker zu der Partie, die Hauensteins damalige Oberliga-Mannschaft nur mit 1:2 verlor. In der Saison davor war er unter Trainer Jürgen Kohler, dem Weltmeister von 1990, mit dem SCH Oberliga-Vizemeister und Verbandspokalsieger geworden. Nur ganz knapp scheiterte Hauenstein in der Regionalliga-Aufstiegsrunde. Das Jahr mit Kohler sieht Schacker, heute 27 Jahre alt, als lehrreich an.
Den Weg nach Hauenstein wäre Schacker fast gar nicht gegangen. „Ich hatte schon beim SVN Zweibrücken einen Vertrag unterschrieben. Der wurde dann aber aufgelöst, weil der SVN in Schwierigkeiten kam. Ich wollte dann zu einem anderen Oberligisten wechseln und bin nach Hauenstein“, erzählt der Logistiker.
Wegen der Ausbildung in die B-Klasse
Aus beruflichen Gründen verließ er 2018 den SC Hauenstein und wechselte in die B-Klasse zum SV Obersimten. „Ich habe damals eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht. Das konnte ich mit dem Sport nicht so gut verbinden“, erklärt Schacker, der aber nur ein halbes Jahr später zum SCH zurückkehrte. Dort war er dann Spieler in der Herren-Landesliga und Trainer der Verbandsliga-A-Junioren.
Diesen Sommer schloss er sich nun dem Verbandsligisten SV Hermersberg an. „Ich wollte noch mal was Neues machen“, merkt Schacker dazu an, In Hermersberg war er als A-Junior schon mal gewesen.
Sonntag Gastspiel des SVH beim TB Jahn Zeiskam
In Hauenstein war Schacker Innenverteidiger und Mittelfeldspieler, jetzt wird er beim SVH als Mittelstürmer eingesetzt. „Ich sehe mich eher als mitspielenden Stürmer“, sagt Schacker, der vergangenen Sonntag beim 2:1-Heimsieg gegen Kandel sein erstes Verbandsliga-Tor für Hermersberg schoss. „Es war okay gegen Kandel. Aber ich kann noch ein bisschen mehr. So wie in der zweiten Halbzeit will ich öfter spielen“, zeigt sich Schacker selbstkritisch.
Am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) geht’s zum TB Jahn Zeiskam. „Ein starker Gegner, eine robuste Mannschaft, die ich in der letzten Saison auch mal gesehen habe. Es ist sicher eine Mannschaft, die Platz fünf erreichen kann“, urteilt Schacker. Dennoch könne Hermersberg durchaus punkten. Der verletzte Nico Freiler fehlt dem SVH weiterhin.