Pirmasens „In de Weschdpalz is de Himmel immer bloo“

Nicht nur den richtigen Ton sondern auch den Nagel auf den Kopf getroffen haben die Musiker von „Riggehoor“ am Samstag in Herschberg, wo die Zweibrücker Band beim Jubiläum des Tennisclubs gastierte.
Ihre Musik-Comedy von „Riggehoor“ begeisterte die 150 Zuhörer im Freizeitgelände und schon beim ersten Song „Awwer häm gehn mer net“ haben sie vielen Besuchern regelrecht aus dem Herzen gesungen. Das gilt auch für das Lied „Bring mich häm“ zu der Melodie „Country Roads“ von John Denver, einer Hommage an die B 10 von Landau nach Pirmasens. Die Band ist dafür bekannt, Welthits aus Pop, Rock und Soul mit eigenen Texten in Pfälzer Mundart zu interpretieren, wobei Spaß und Humor im Vordergrund stehen. Entsprechend fetzig und leicht chaotisch ist auch ihre Bühnenshow, bei der besonders Leadsänger David Betz ständig in Bewegung ist. Aber auch Keyboarderin Nicole Hübner, Drummer Tim Holzer, Bassist Felix Zech sowie den Gitarristen David Mantey und Jan Pallmann ist die unbändige Freude an der Musik anzumerken und daraus entsteht ein rockiger Sound in tollen Arrangements und mit hörenswertem Gesang. Ihre Heimat hat es den Bandmitgliedern angetan. Davon zeugen unter anderem die beiden Titel „Ich will zurück ins Pälzer Land“ und „Mei Heimat is die Weschdpalz“ wo der „Himmel immer bloo is“. Kleine Seitenhiebe auf die saarländischen Nachbarn verbanden sie mit dem Lied „Mei Lyoner“ und etwas ungewöhnlich war die musikalische Feststellung „Lewwerworschd löscht de Dorschd“, womit sie ihrem Ruf als „Worschdrocker“ alle Ehre machten. Da durfte dann auch das „Lied vom Bier“ nicht fehlen. Die Texte sind originell und einprägsam aber nie verletzend. Sie handeln meist vom alltäglichen Leben. Dazu gehört auch der Song vom „Krangeschein“ oder die bedauerliche Feststellung „Die Wertschaft hat zu“ nach der Melodie „No Woman, No Cry“ von Bob Marley. Gekonnt ange-heizt wurde das Publikum übrigens von der Vorband „Recovery“.