Pirmasens Im Schongang

In der ersten Halbzeit Stürmer und zweimal erfolgreich, dann zum Schonen in die Abwehr beordert: SCH-Kapitän Sebastian Stanjek,
In der ersten Halbzeit Stürmer und zweimal erfolgreich, dann zum Schonen in die Abwehr beordert: SCH-Kapitän Sebastian Stanjek, der hier das 1:0 erzielt. Rechts der Herschberger Jan Hendrik Steinbach.

«HERSCHBERG.» Im Schongang gewann der SC Hauenstein gestern Abend in der Fußball-Verbandsliga das Derby beim Tabellenletzten, dem personell arg geschwächten SV Herschberg, mit 8:0 (5:0).

„Wenn wir das frühe Tor nicht bekommen und Dennis Pannen seine Chance nutzt, verlieren wir zumindest nicht ganz so hoch“, sagte nach dem Abpfiff Herschbergs Trainer Peter Rinner, der sich mit der kämpferischen Leistung seiner Elf trotz der neuerlichen Klatsche abermals einverstanden zeigte. Genau 100 Sekunden waren gespielt, als Claus-Michael Bauer zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Gerade hatte SCH-Kapitän Sebastian Stanjek den dritten Herschberger Torhüter, der kurzfristig nun doch zur Verfügung stand, aus fünf Metern überwunden. Der Anfang des Hauensteiner Scheibenschießens, das durch eine „Auszeit“ von der zehnten bis 20. Minute unterbrochen wurde. In dieser Phase hatte Pannen nach schönem Pass des guten Startelf-Debütanten Lars-Dominik Weber eine Riesenchance zum 1:1 nicht genutzt. Der Herschberger Stürmer scheiterte mit einem Flachschuss am herausstürmenden Kevin Jung, der bei seinen wenigen Momenten der Beschäftigung zu glänzen wusste. Danach wachten die Hauensteiner langsam wieder auf. Stanjek erhöhte in der 25. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 2:0, Julian Herrmann stellte wenig später mit einem Schuss aus 20 Metern über Bauer hinweg auf 3:0. Herschberg schien nun überfordert. Rinner korrigierte seine Innenverteidigung, doch der regionalligaerfahrene Niklas Kupper spielte die Abwehrreihe des Schlusslichts alleine schwindelig. Der künftige Spielertrainer der SG Eppenbrunn passte zu Kai Schacker, der frei stehend zum 4:0 einnetzte (35.). Sener Serif Oglou gelang noch vor der Pause das 5:0. „Wir haben vier Spiele in zehn Tagen, da wollte ich meine Spieler schonen“, erklärte Hauensteins Trainer Marko Eiermann, warum er nach dem Seitenwechsel den in der ersten Hälfte noch stürmenden, gerade von einer Verletzungspause zurückgekehrten Stanjek in die Abwehr zurückzog. Zudem wechselte er zu Beginn der zweiten Hälfte neben Dennis Leininger (19) auch A-Junior Tim Scherer ein. Später kam von der U19 auch David Jung aufs Feld. Mit einem seiner unzähligen Torschüsse traf Kupper kurz nach der Pause die Latte. Schacker lief wenig später Lukas Becker davon und schoss vom äußersten Winkel des Strafraums zum 6:0 ein (52.). Max Riehmer und Scherer erhöhten in der 67. und 69. Minute auf 8:0. Danach nahm Hauenstein noch ein paar Gänge raus, ließ die Herschberger laufen, die zwar bemüht waren, größtenteils aber an ihrer fehlenden Genauigkeit scheiterten. André Hampel hatte in der 63. Minute noch eine gute Chance zum Ehrentreffer, übersah dabei aber den besser postierten Pannen. „Wir wollten die Partie früh für uns entscheiden – das haben wir geschafft“, freute sich Eiermann über den Kantersieg. Kollege Rinner sah das Positive am 0:8: „Wir haben nicht aufgegeben. Unser Ziel war es – wie schon in der kompletten Runde – nicht zweistellig zu verlieren. Das haben wir geschafft.“ SO SPIELTEN SIE SV Herschberg: Bauer - Metzger, Strütt, Steinbach, Becker - Weber, Lapot, Horoz, Hampel, Özkaya (74. Kern) - Pannen SC Hauenstein: Kevin Jung - Burkhard, Cartharius, Dauenhauer (70. David Jung), Ochs (46. Leininger) - Kupper, Herrmann, Riehmer, Serif Oglou (46. Scherer) - Schacker, Stanjek.

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