Pirmasens Im Porträt: Napoleon Coste

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Neben G. Regondi und Johann Kaspar Mertz gehört Claude Antoine Jean George Napoleon Coste zu den bedeutendsten Gitarristen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist der wichtigste französische Gitarrenkomponist dieser Zeit. Coste wurde am 27. Juni 1805 geboren. Seine Mutter war Amateurgitarristin und erteilte ihm seine ersten Gitarrenstunden bereits mit sechs Jahren. Seine weitere Gitarrenausbildung erfolgte autodidaktisch. Mit 18 Jahren begann Coste seine Konzerttätigkeit als Gitarrist und gab Gitarrenunterricht. 1830 ging Coste nach Paris, der Musikhauptstadt Europas und dem Zentrum der Gitarrenlehre im 19. Jahrhundert. Er wurde dort Schüler von Fernando Sor und studierte Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition. Seit 1850 war Coste in der europäischen Welt der Gitarre nicht unbemerkt geblieben. Bei einem Wettbewerb um die beste Gitarrenkomposition gewann Coste den 1. Preis mit vier seiner Kompositionen, darunter „Grande Sérénade“. Entgegen dem Vorbild anderer Gitarristen reiste Coste nicht als Virtuose durch Europa, sondern blieb fast die gesamte Zeit seiner künstlerischen Karriere in Paris und widmete sich im höheren Alter ausschließlich dem Komponieren. Neben über 200 selbst komponierten Einzelstücken, die sich durch die Mehrstimmigkeit in der Melodieführung, einen originellen und exzellenten Stil und hohen technischen Anspruch auszeichnen, bearbeitete Coste bekannte Stücke anderer Komponisten und fügte Gitarrenschulen, beispielsweise von Fernando Sor seine persönliche „Note“ hinzu. In Napoleon Costes letzten Lebensjahren zog er sich zunehmend ins Privatleben zurück und starb am 17. Februar 1883 in Paris.

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