Pirmasens „Ich tue alles für meinen Sport“
Im Halbfinale des U19-Fußball-Verbandspokals erwartet der FK Pirmasens heute (Anstoß: 19 Uhr) den FSV Mainz 05 im Stadion Husterhöhe. Es ist das Duell des Regionalliga-Zweiten mit dem Tabellendritten der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest. Im Blickpunkt steht dabei der Kapitän der Mainzer, Mike Andreas aus Trulben, der als C-Jugendlicher noch beim FKP spielte. Arno Noll sprach mit dem 19-Jährigen, den nach den Worten seines Vaters Günter Andreas heute Abend viele Trulber sehen wollen.
Ich habe das nie bereut. Im Gegenteil: Ich fühle mich hier pudelwohl. Mainz ist eine schöne Stadt und der FSV ein toll geführter Verein. Außerdem kann ich durch die relativ kurze Entfernung auch den Kontakt zur Familie und den Freunden zu Hause pflegen. Was waren die bisher herausragenden fußballerischen Ereignisse in der Karriere des Mike Andreas? Als wir mit der B-Jugend Erster der Bundesliga Süd/Südwest wurden und danach gegen RB Leipzig nur ganz knapp den Einzug ins Endspiel um die deutsche U17-Meisterschaft verpassten. Aber auch das letztjährige Turnier in Oberstdorf mit Fluminense Rio de Janeiro und dem FC Fulham. Welche Höhepunkte stehen in der letzten Jugend-Saison noch an? Die Ereignisse überschlagen sich gerade. Am Sonntag haben wir bei Tabellenführer 1860 München 2:3 verloren, am Mittwoch geht es gegen den FKP im Pokal, und am Sonntag kommt der SC Freiburg nach Mainz. Nicht zu vergessen das Pfingstturnier in Ergenzingen. Da spielen die Wolverhampton Wanderers, IFK Göteborg, Standard Lüttich und der FC Turin mit. Wie sieht es mit einem zweiten Standbein neben dem Fußball aus? Ich habe jetzt mein Abitur gemacht. Weitere Entscheidungen hängen davon ab, wie es mit dem Fußball weitergeht. Darauf liegt mein Fokus. Fußball habe ich jeden Tag. Ich tue alles für meinen Sport. Sollte ich in Mainz einen Anschlussvertrag für die U23 in der 3. Bundesliga erhalten, muss ich erst einmal aus dem Kolpinghaus ausziehen und mir eine eigene Wohnung suchen. Sollte ich dann neben dem Fußball tatsächlich noch Zeit haben, überlege ich, ob ich ein Studium beginne. Aber konkret habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht. Noch Kontakte zu Spielern beim FK Pirmasens? Natürlich. Ich habe ja mit Jonas Singer, Luca Eichhorn, den Hahn-Zwillingen und Kai Merk in der C-Jugend zusammengespielt. Das wird schon ein herzlicher Empfang. Und das Spiel in Pirmasens? Ich bin gespannt auf die U19 des FKP, die ja Zweiter der Regionalliga ist. Gerade durch die vielen Trulber Fans stehe ich da schon etwas unter Druck. Aber ich freue mich auf das Spiel.