Pirmasens „Ich bin in erster Linie Trainer“

Offense Coordinator im Trainerteam der Praetorians: Patrick Niedenzu.
Offense Coordinator im Trainerteam der Praetorians: Patrick Niedenzu.

Mit dem Derby bei den Kaiserslautern Pikes startet Aufsteiger Pirmasens Praetorians heute (15.30 Uhr, Schulzentrum Süd) in die neue Saison in der American-Football-Oberliga. Benjamin Haag sprach mit dem Offense-Coordinator der Pirmasenser, dem langjährigen Pikes-Spieler Patrick Niedenzu.

Trainer oder Spieler? Herr Niedenzu, vorige Saison waren Sie mehr an der Seitenlinie. Wie sieht’s diese Saison aus?

Ich bin in erster Linie Trainer, da ich nicht jünger werde und aufgrund meiner Arbeitszeiten eine ausgiebige Vorbereitung als Spieler nicht möglich war. Ich habe das große Privileg und die Freiheit von unserem Headcoach bekommen, kurzfristig doch mal zu spielen, wenn ich mich in der Lage sehe und mein Körper es mitmacht. In Zukunft wird der Fokus auf der Ausbildung neuer Talente liegen. Tischtennis und Football: Sie praktizieren beides schon seit Jahren. Wie kommen Sie mit dem Wechsel von der einen auf die andere Sportart zurecht? Der Wechsel wird immer schwieriger. Bei der Tischtennis-Abteilung der SG Waldfischbach hat man mich schon länger nicht mehr im Training gesehen. Das liegt auch an meinem Arbeitsplatz und dem Wohnortwechsel sowie der zunehmenden Verantwortung in der Football-Mannschaft. Mit der Trainerrolle kommen im Football viele Aufgaben auf einen zu. Trainingsplanung, Auswahl und Gestaltung von Spielzügen, Videosichtung und vieles mehr. Das Team der Praetorians wird sich entgegen anderer Football-Projekte aus der näheren Umgebung etablieren, weil ...? Ich bin der Meinung, dass wir eine einmalige Chance haben. Mit dem FKP haben wir einen tollen Verein, der uns eine fast perfekte Infrastruktur bietet. Zudem haben wir im Orgateam echte Macher. Die Südwestpfalz ist, was Football angeht, auch nicht übersättigt. Wir möchten auch in Zukunft jeden animieren, zu uns zu kommen und zu testen, ob Football nicht genau das Richtige für ihn ist. Zum Saisonauftakt geht’s zu den Kaiserslautern Pikes, ihr ehemaliges Team und einer der Titelfavoriten. Wie schätzen Sie die Chancen ein? Schwierige Frage. Vor allem für mich. Kaiserslautern macht seit seiner Gründung eine richtig gute Arbeit. Ich selbst durfte zehn Jahre dort spielen. Die Mannschaft ist nur wegen bestimmter Vorschriften in dieser Spielklasse. Sportlich hatte sie sich für die Regionalliga qualifiziert. Deswegen ist Kaiserslautern ein Topfavorit für einen der oberen Plätze. Wir wollen zeigen, dass wir mithalten können. Das ist unser Ziel für diese Saison und zwar gegen jeden Gegner! Ob wir eine Chance haben? Warum nicht? Jedoch muss man vor jedem Gegner Respekt haben, vor allem vor einem solch etablierten wie Kaiserslautern.

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