Leichtathletik
Hochsprung-Talent des TV Lemberg nähert sich Norm für Europameisterschaft
Drei Goldmedaillen haben die Leichtathleten aus der Region Pirmasens bei den Rheinland-Pfalzmeisterschaften in der Landeshauptstadt gewonnen. Die beiden U18-Talente Sophie Endler und Arthur Hildebrandt sowie Alexander Köhler bei den Männern standen nach einem sehr langen Sporttag ganz oben auf der Siegerliste. Ein heftiges Gewitter am Vormittag verzögerte den Zeitplan.
Mit 45 Starterinnen, verteilt über acht Vorläufe, war das Teilnehmerfeld der 100-Meter-Sprinterinnen bei der U18 am stärksten besetzt. Sophie Endler vom LAC Pirmasens gewann locker ihren Vorlauf in 12,87 Sekunden und qualifizierte sich direkt für das Halbfinale, aus dem die 17-Jährige als Drittschnellste in 12,81 Sekunden ins Finale einzog. Dort belegte sie mit 12,83 Sekunden den fünften Platz. Es siegte Lana Ruhnau (TS Germersheim) in 12,57 Sekunden.
1,96 Meter: Hildebrandt erfüllt Landeskader-Norm
Von Platz fünf im 100-Meter-Rennen auf Rang eins über 200 Meter verbesserte sich Sophie Endler anschließend und wurde drei Stunden später zur Rheinland-Pfalz-Meisterin gekürt. Nahezu mühelos siegte die junge Top-Sprinterin aus Münchweiler auf ihrer Lieblingsstrecke mit Saisonbestleistung in 26,14 Sekunden vor Jette Sachs (LG Kreis Ahrweiler, 26,24 Sekunden). Platz vier beim 400-Meter-Lauf der Frauen sicherte sich ihre LAC-Kollegin Christina Emser, die in exakt einer Minute die Stadionrunde bewältigte.
Um die Mittagszeit stieg Arthur Hildebrandt vom TV Lemberg bei 1,80 Meter mit einem Fehlversuch in den Wettkampf der U18-Hochspringer ein. Doch es folgte eine makellose und beeindruckende Serie. 1,80 Meter mit dem zweiten Versuch, 1,83 Meter mit dem ersten Sprung, 1,85 Meter ausgelassen, 1,87 Meter auf Anhieb übersprungen. Die Konkurrenz hatte zu diesem Zeitpunkt die Wettkampfschuhe bereits eingepackt. „Bitte 1,96 auflegen“, meldete Arthur seine nächste Sprunghöhe bei den Kampfrichtern an. Mit dem dritten Anlauf war die Norm zum Landeskader 2026/27 erfüllt und die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft mit 1,96 Meter gekrönt. Deutschlandweit sind in diesem Jahr lediglich zwei U18-Athleten höher gesprungen. Eine weitere Steigerung um fünf Zentimeter auf 2,01 Meter war an diesem schwülen Sommertag für das Hochsprungtalent aus Münchweiler noch nicht drin. Der 16-jährige Schüler des Pirmasenser Hugo-Ball-Gymnasiums scheiterte knapp an der Norm für die U18-Europameisterschaften im italienischen Rieti.
Alexander Köhler startet spät zum Landestitel
Erst kurz nach 19 Uhr, und damit 50 Minuten später als erwartet, fiel der Startschuss zum 5000-Meter-Rennen der Männer mit Alexander Köhler vom TV Lemberg. Da hatte die überwiegende Anzahl der Athleten das Stadiongelände bereits verlassen. Auch das Teilnehmerfeld war von fünf auf zwei Läufer geschrumpft. Dessen unbeeindruckt spulte der 28-Jährige aus Pirmasens die zwölfeinhalb Stadionrunden ab und wurde in 15:33,43 Minuten unangefochten Rheinland-Pfalzmeister über 5000 Meter. Über viereinhalb Minuten später kam der 22-jährige Nils Clemens (LG Rhein-Wied) in 20:05,99 Minuten als Vizemeister ins Ziel. Bei den U18-Jungs wurde Fredrik Arnold (VT Zweibrücken) aus Bottenbach im 800-Meter-Lauf in 2:15,22 Minuten Fünfter von fünf Startern, gut zwei Sekunden fehlten zur Bronzemedaille.
Bei den Männern hatte Leo Wirth vom TB Hermersberg für zwei Wurfdisziplinen gemeldet. Platz vier unter elf Athleten mit 13,46 Meter im Kugelstoßen und Platz elf beim Diskuswurf (bei 13 Startern) mit neuer persönlicher Bestleistung von 33,38 Metern waren seine Ausbeute. LAZ-Stabhochspringer Ole Haubert aus Hermersberg belegte in der siebenköpfigen Konkurrenz der U18 mit 2,90 Meter den siebten Platz.