Leichtathletik
Hinterweidenthal: Nach der Hölle kommt der Teufel
Nach der Hölle kommt der Teufel: Beim vierten von acht Wasgaucup-Wertungsläufen, dem Spirkelbacher Höllenbergtrail, kämpften die Teilnehmer nicht nur mit technisch-anspruchsvollem Terrain, sondern auch mit der Hitze. Am Samstag folgt der Teufelstischtrail des Sportvereins Hinterweidenthal, der als ähnlich anspruchsvoll gilt.
Beim fünften Wasgaucup-Rennen mit Start und Ziel am Fußballplatz stehen den Teilnehmern des Hauptlaufs zehn Kilometer mit einem hohen Singletrail-Anteil und 380 Höhenmetern bevor. Auch wenn etwas moderatere Temperaturen als noch in der ersten Wochenhälfte vorhergesagt sind, schweißtreibend und körperlich besonders belastend wird der Lauf in jedem Fall sein.
Wasserdusche der Feuerwehr
Christian Bauer vom SV Hinterweidenthal ist selbst ambitionierter Langstreckenläufer und hat sich angesichts des sommerlichen Wetters etwas einfallen lassen: „Wir haben zwei Verpflegungsstellen eingerichtet, bei denen die Läufer vor allem ihren Wasserhaushalt ausgleichen können“, berichtet er. Nach etwa 3,5 und nach acht Kilometern werden diese aufgebaut. Außerdem ist angedacht, durch die Freiwillige Feuerwehr kurz vorm Teufelstisch eine Art Wasserdusche einzurichten, unter der die Teilnehmer durchlaufen können, um sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Und vor allem freut es Bauer, dass die Wetterprognose für Samstag moderat ausfällt mit Temperaturen von höchstens 27 Grad.
Einer, der gehörigen Respekt vor Hitzeläufen hat, ist Tobias Dreyer, der im Vorjahr alle Wasgaucup-Rennen gewann, dieses Jahr allerdings nicht mehr so dominiert. Hohe Temperaturen, wie sie bei den Wettbewerben in Dahn oder zuletzt in Spirkelbach gemessen wurden, machen ihm zu schaffen. „Fährt jemand mit dem Auto runter?“, fragte der 24-jährige Hauensteiner scherzhaft, als er bei sengender Hitze auf dem Dahner Eyberg angekommen war.
Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen
Selten war die Frage, wer den Gesamtsieg einfährt, so spannend wie dieses Jahr. Bei den Herren konkurrieren Ü50-Berglauf-Europameister Alexander Barnsteiner von der LLG Landstuhl, Tobias Dreyer (im Dress des Trifels-Triathlon-Clubs) und der Wahl-Hinterweidenthaler Lars Holder (TuS Schleiden), Gesamtsieger von 2021, um die Wasgaucup-Krone. Bei den Frauen gehören die Kaiserslautererin Natascha Hartl, die Hinterweidenthalerin Franziska Schrader und Pia Winkelblech vom TSV Kandel zu den Anwärterinnen auf den Gesamtsieg.
Die Frauen-Wertung führt derzeit Susanne Meyer vom TV Lemberg an, bei den Männern ist Tobias Dreyer vorn. Die Zwischenergebnisse sind allerdings nur bedingt aussagekräftig, weil die Topfavoriten oftmals erst zwei oder drei Läufe absolviert haben. Um in die Wertung zu kommen, müssen vier Läufe beendet werden.
150 Voranmeldungen
Der Hauptlauf in Hinterweidenthal beginnt am Samstag um 16 Uhr. Zeitgleich werden auch die Teilnehmer am Sechs-Kilometer-Kurztrail (180 Höhenmeter) auf den Rundkurs um den Teufelstisch geschickt. Der zwei Kilometer lange Jugendlauf für die Jahrgänge 2009 bis 2021 startet um 15 Uhr. Die Bambini können ab 15.30 Uhr auf einer 400-Meter-Strecke erste Wettkampferfahrung sammeln.
„Derzeit liegen uns für alle Läufe insgesamt rund 150 Voranmeldungen vor“, sagt Bauer. Sein Ziel sind mindestens 100 Starter im Hauptlauf. Insgesamt möchte er 200 bis 250 Teilnehmer auf dem SVH-Gelände am Heibertstein begrüßen. Im Anschluss an die Laufveranstaltung ist ab 19.30 Uhr Open-Air-Livemusik mit „Timeless Tunes“ und „Paddi“ angesagt.