FUSSBALL
Gute Laune und wichtige Tore: Dafür ist Luka Dimitrijevic beim FK Pirmasens zuständig
Vor zwei Wochen war er – neben Jan Schulz – einer von zwei Matchwinnern in Mainz. Vorm 1:0-Sieg bei Schott hatte er bereits das Tor zum 1:1 gegen die Null-Fünfer beigesteuert. Rheinhessische Gegner scheinen ihm zu liegen: Am Mittwoch trug er maßgeblich dazu bei, dass die Südwestpfälzer im Pokalspiel bei Verbandsligist Gau-Odernheim nicht wie die Deppen dastanden.
DFB-Pokal-Hoffnungen
Vier Treffer in den vergangenen drei Partien: Damit hat Luka Dimitrijevic wesentliche Beiträge geleistet zu vier immens wichtigen Punkten und zu einem Sieg im Verbandspokal, der sich noch vergolden ließe. Weil die FCK-Profis in Mechtersheim tatsächlich die Deppen waren, der FKP hingegen im Halbfinale steht, gute Chancen hat, den Cup zu holen und sich dann das große Los wünschen zu dürfen. Bayern oder Dortmund auf der Husterhöhe, ein Jahrhundertspiel im DFB-Pokal. Na, das wär's doch ...
So weit will Luka Dimitrijevic gar nicht vorausschauen – wenngleich er durchaus perspektivisch denkt, als angehender „Banker“ schon an seiner Rente arbeitet. Im Zweit-„Beruf“ ist „Dimi“ in seinem zweiten Jahr in Pirmasens durchgestartet. Nur einmal (in Großaspach) hat er zuschauen, nur einmal (in Elversberg) 45 Minuten auf der Bank schmoren müssen. 16 Startelf-Einsätze sprechen für sich.
„Nur richtig gestanden“
Gau-Odernheim: „Die erste Hälfte eine Katastrophe“, hatte der als Kapitän aufgelaufene Yannick Grieß das Beinahe-Fiasko kommentiert. Hat Trainer Patrick Fischer („Halbfinale – der Rest ist mir wurscht“) dann zur Pause den Sieg eingewechselt? „Ja. Er hat Salif Cissé gebracht“, witzelt Dimitrijevic. Um ernsthaft anzufügen: „Ich habe ja nix machen müssen, hab’ nur richtig gestanden.“ Immerhin: Sechs Minuten bei Eiseskälte auf dem Feld, hatte „Dimi“ schon den Ausgleich markiert, in der Nachspielzeit noch einen nachgelegt.
Spielt er am Kaiserstuhl wieder von Beginn an? „Ja, das hab’ ich mir verdient“, greift er scherzhaft schon mal vor, noch ehe Fischer dies als Fakt verkündet hätte. Der Mann vom rechten Flügel hat seinen (sportlichen) Stellenwert im Team jedenfalls merklich gestärkt. In einem anderen Belang betrachtet sich der 24-Jährige ohnehin seit seinem Wechsel zur Husterhöhe als erste Wahl: „Ich bin ja hier beim FKP für die gute Laune zuständig.“
Am liebsten rechts
Zur Nummer eins hat er sich nach Benno Mohrs verletzungsbedingtem Ausscheiden auch auf der rechten Flanke entwickelt. Seine liebste Rolle? „Ich hab’ auch schon im zentralen Mittelfeld, auf der Zehn und auf der Sechs gespielt. Aber das ist nicht mehr so meins“, bekennt sich der Ex-Völklinger zu der Position. „Das Zusammenspiel mit Manuel Grünnagel auf der rechten Seite klappt ja gut.“
Jüngst hat Dimitrijevic das Tor entdeckt. Vor seinen Treffern gegen die Mainzer Klubs und dem Doppelpack im Cup hatte er lediglich einmal zugelangt. Wer in Bahlingen zulangt, ist Dimitrijevic egal. „Ein dreckiger 1:0-Sieg, das wär’s“, hofft er auf einen erfolgreichen Rückrundenstart und eine ähnlich starke Ausbeute in den restlichen Partien. Balingen, Aalen und Gießen folgen noch – die Hinrunden-Bilanz von zehn Punkten gegen jene vier Teams steht für den erfolgreichsten Regionalliga-Start, den „die Klub“ je hingelegt hat.
Frisorger gesperrt
Die im Cup-Viertelfinale aufgebotenen Stamm-Reservisten dürften im Kaiserstuhl-Stadion auf die Bank zurückkehren. Keiner hat seine Chance genutzt. „Tut mir ein bisschen leid; in einer solchen Situation will man dann zu viel zeigen, verkrampft und macht sich einen Kopf“, sagt Dimitrijevic mit Blick auf die Kollegen aus der zweiten Reihe. Zurück in Reihe eins kehren wohl David Becker, Salif Cissé, Sascha Hammann sowie der am Mittwoch komplett geschonte Dennis Krob. Sicher fehlt der gelbgesperrte Kevin Frisorger, Moritz Zimmer laboriert an einem Muskelfaserriss.