Pirmasens Glück bei Heimatverein gefunden
Ex-Oberligastürmer Jascha Conzelmann steuert mit dem SV Herschberg auf Verbandsligakurs. Der SVH hat mit dem 24-jährigen Wallhalber in der Fußball-Landesliga West alle drei Partien nach der Winterpause gewonnen. Peter Seibel sprach mit dem angehenden Industriekaufmann, der in der Pirmasenser Maschinenbaufirma Ring arbeitet.
Ja, das kann man so sagen. Wir wollen das jetzt durchziehen und den Titel klarmachen. Nach Jens Mayer, Markus Lechner, Nico Freiler und Dennie Schmidt sind Sie bereits der fünfte Neuzugang des SV Herschberg vom FK Pirmasens in jüngerer Vergangenheit. Was hat Sie vor der Saison zu dem Wechsel bewogen? Natürlich hat es auch eine Rolle gespielt, dass hier einige Bekannte spielen, mit denen ich immer in sehr gutem Kontakt stand. Mit ausschlaggebend war aber auch, dass der Herschberg mein Heimatverein ist und ich nur drei Kilometer entfernt wohne. Bis zur E-Jugend war ich für die Spielgemeinschaft Herschberg/Wallhalben aktiv. Danach kam ich über Rieschweiler nach Pirmasens. Sie waren in Ihrer Karriere oft verletzt. In Herschberg haben Sie nun 17 von 20 Spielen bestritten. Woran liegt’s? Gute Frage. Ich weiß nicht, woran es liegt, wahrscheinlich einfach Glück. Aber so kann es weitergehen. Sie leiden an Diabetes. Wie beeinträchtigt Sie das als Sportler und war das mit ein Grund dafür, zwei Klassen zurückzugehen? Überhaupt nicht. Das beeinträchtigt mich nicht. Wenn man gut eingestellt ist, gibt es keine Probleme. Ihre größte Stärke ist Ihre atemberaubende Schnelligkeit. Wie schnell laufen Sie die 100 Meter? Ich habe keine Ahnung. Das ist nie gemessen worden. Auch in der Schule nicht. Aber die Schnelligkeit ist natürlich eine besondere Stärke. Bisher erst drei Saisontore sind aber noch ausbaufähig? Auf alle Fälle. Aber grundsätzlich ist es egal, wer bei uns die Tore schießt. Der 22. Spieltag Tabellenführer SV Herschberg, dessen Co-Spielertrainer Markus Lechner nach der Saison seine Fußballkarriere beendet (Mitspieler Dennie Schmidt übernimmt Lechners Co-Traineraufgaben), erwartet am Sonntag um 15 Uhr die auf Rang elf liegende SG Hüffelsheim. Das Hinspiel (2:2) war eine von bisher nur drei Partien, in denen Herschberg überhaupt Punkte lassen musste. Zeitgleich, aber auswärts spielen am Sonntag die SG Eppenbrunn (beim FC Merxheim) und der SV Hermersberg (bei Verbandspokal-Halbfinalist SG Meisenheim/Desloch-Jeckenbach). (sep)